Yearly Archives: 2009

Googles neue CO2-Initiative

von |6. Mai 2009|

Google will nun die Grünflächen im Google-Plex in Mountain-View/Kalifornien auf nahezu vollständig CO2-neutrale Art und Weise mähen. Anstatt lauter Mähmaschinen sollen geliehene Schafe zum Einsatz kommen, und dabei so ganz nebenbei auch die Grünflächen düngen:

Mit der richtigen Beweidung können schädliches Unkraut beseitigt sowie die Wiederherstellung einheimischer Gräsern und präventiver Brandschutz durch Verringerung brennbarer Grasflächen erzielt werden.

(Frei nach California Grazing)

Die Kosten sollen dieselben sein wie bei der herkömmlichen Rasenpflege mit dem Rasenmäher, ein Border-Collie namens Jen ist für die Herde verantwortlich.

Cassini Equinox: Natürliche Kunst auf Distanz

von |23. April 2009|

Der Artikel zur Blog-Szene in Südtirol muss revidiert werden: Zur Masse der Touristik-Blogs gesellt sich nun das Esoterik-Blog „Mein Chiron“ von Willy Lempfrecher, den eine zugehörige Google-Suche zum Thema „Südtirol Blog“, „Blog Südtirol“ oder „Blog aus Südtirol“ bislang aber noch nicht ausspuckt.

Auf der Erklärungsseite zu Chiron ist zu lesen, dass

Saturn … eine Stagnation erzeugen [kann], oder eine Sackgasse.

Wenn sich die Naturwissenschaft am Ringplaneten versucht, kann davon aber keine Rede sein, setzt man die aktuellen Bilder der Cassini-Verlängerungsmission „Cassini Equinox“ zu Grunde. Auf „The Big Picture“ sind 24 fantastische Bilder aus dem Saturnsystem zu sehen, die einfach nur atemberaubend sind.

Der Saturnmond Rhea Richtung Ringebene und Saturn.

(via Astrodicticum Simplex)

Energiemix im Jahre 2020: 47% aus erneuerbaren Energien

von |23. April 2009|

Laut deutschem Bundesverband für Erneuerbare Energie e.V. ist die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien auf globaler Skala ein massiver Wachstumsmarkt: Das Weltmarktvolumen für Erneuerbare-Energien-Kraftwerke wird sich von knapp 60 Mrd. im Jahr 2005 auf rund 275 Milliarden Euro im Jahr 2020 gut vervierfachen.

In einer aktuellen Prognose hält die Branche einen 47%-Anteil an der Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien für machbar. Ein ausgewogener Mix aus Wind, Biomasse, Wasser, Sonne und Geothermie soll bis 2020 auch zur Zeit der höchsten Stromnachfrage genügend Reserven bieten.

Konventionelle Kraftwerke sollen dieses Energieangebot noch bei Bedarf ergänzen, Brennstoffimporte und CO2-Emissionen sind entsprechend reduzierbar. Sogar der Erdgasverbrauch für die Stromerzeugung soll sich um 12% verringern.

Die für 2020 prognostizierten 595 TWh sollen zu 1% aus Kernenergie (9 TWh), zu 11% aus Erdgas (65 TWh), zu 17% aus Braunkohle (99 TWh), zu 19% aus Steinkohle (114 TWh) und zu 5% aus sonstigen Energiequellen (29 TWh) wie Abfall, Mineralöl, Speicherkraftwerken udgl. stammen. Für die verbleibenden 47% würden dann die Erneuerbaren Energien mit Geothermie, regenerativer Wasserkraft, Photovoltaik, Bioenergie, Windenergie auf See und Windenergie auf Land verantwortlich zeichnen:

Der deutsche Strommix 2020: Erneuerbare Energien sollen 47% der Versorgung sichern.

Google: Earth Day, Personen-Suche, News Timeline und Similiar Images

von |22. April 2009|

Nachdem Google die Neuigkeiten mittlerweile fast im Wochenrhythmus rausbringt, hier eine Zusammefassung der jüngsten Aktivitäten:

Nachdem der heutige Tag der Erde in 175 Ländern gefeiert wird, zollt Google der alten Gaia Tribut und präsentiert ein neues Logo:

Die Inhalte der umstrittenen Google Profiles sind nun über die Google-Suche auffindbar, diese Art der Personensuche wird wohl so manchem Datenschützer den Wochenrest verderben.

2 Google-Labs-Projekte sind nun offiziell zugänglich:

Die Google News Timeline zeigt Informationen aus (vorerst US-amerikanischen) Blogs, Zeitungen, Wikipedia und Magazinen in chronologischer Reihenfolge.

Die Google Similiar Images-Suche erlaubt es, Bilde zu suchen, die einem vorgegebenen Bild ähnlich sind. Eine Suche nach dem Bozner Dom über die Ähnlichkeit liefert erstaunlich genaue Treffer:

WWF: Nachhaltige Fischerei durch Reduzierung des Beifangs

von |19. April 2009|

Laut eines aktuellen WWF-Berichtes (deutsche Zusammenfassung) sind mindestens 40% aller Fische und Meerestiere, die weltweit von der Fischindustrie ins Trockene gezogen werden, so genannter Beifang. Diese jährlichen rund 38,5 Millionen Tonnen Meerestiere dürfen laut WWF nicht mehr als Müll behandelt und müssen auf die Fangquoten angerechnet werden, sollen sich die weltweiten Fischbestände wieder erholen. Karoline Schacht, WWF-Fischereiexpertin, bringt es auf den Punkt:

Kein Industriezweig kann es sich leisten, auf Dauer mit einer so hohen Fehler- und Abfallquote zu wirtschaften.

Der WWF-Beifangrechner gibt eine Idee davon, welche Kollateralschäden der Fang einer bestimmten Gattung anrichtet.

Beifang bei der Garnelen-Fischerei.

Es werden wohl keine „Overlords“ in silbernen Raumschiffen kommen und uns ein korrektes Verhalten aufzwingen (Overlord Karellen zu Stormgren in „Die letzte Generation“ von Arthur C. Clarke):

Sie können sich gegenseitig töten, wenn Sie wollen, das ist eine Sache zwischen Ihnen und Ihren Gesetzen. Aber wenn Sie […] die Tiere töten, die Ihre Welt mit Ihnen teilen, sind Sie mir verantwortlich.

Daher ist folgende irdische Weissagung der Cree wohl zutreffender:

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.