Archiv für die Kategorie “Web & Code”

Wenn man sich über die Schönmalerei der Tourismusvereine und Marketing-Gesellschaften hinaus informieren will, ist die Wikipedia eine der ersten Anlaufstellen im Netz. Aber nicht immer ist die gefundene Information erschöpfend oder anregend für weitere Recherchen. Im Falle von Südtirol ist es in 1.635 Edits von 744 Editoren seit dem 28. Jänner 2003 (kann man etwa unter http://vs.aka-online.de/cgi-bin/wppagehiststat.pl selber nachprüfen) nicht gelungen, eine sinnvollen Abschnitt zum Thema Klima in Südtirol unterzubringen. Der aktuelle Artikel meint da ganz lapidar:

Südtirol liegt an der „Südseite der Alpen“ und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines vergleichsweise milden Klimas (in den Tallagen).

Wir haben uns nicht die Mühe gemacht, den Urheber derartigen geistigen Dünnschisses zu lokalisieren, er muss aber wohl aus der Werbebranche kommen.

Jedenfalls haben wir versucht, ein paar sinnvolle Informationen zur Thematik “Klima in Südtirol” zu sammeln und zentral auf Südtirol-Wetter zu präsentieren. Der Artikel behandelt den Einfluss der nördlichen und südlichen Wetterstörungen genauso wie die Sonnenscheindauer, die Temperaturen im Jahresverlauf, die Vegetation, die Windverhältnisse und die Niederschläge:

Das Klima in Südtirol

Bald sollen auch die aktuellen Statistiken folgen, um den Wahrheitsgehalt von Marketing-Aussagen wie “300 Sonnentage im Jahr” zu prüfen.

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Auf den Tag genau vor 15 Jahren hat PHP als “Personal Home Page Tools” das Licht der Welt erblickt. Das heute geläufige rekursive Akronym “PHP: Hypertext Preprocessor” hat die ursprüngliche Bedeutung der Abkürzung zum Backronym verkümmern lassen. Rasmus Lerdorf hat Version 1.0 der ursprünglichen Tool-Sammlung geschaffen, die nach etlichen Versionsnummern nun vor der Veröffentlichung der Version 6 steht.

PHP: Hypertext Preprocessor

Hier das originale Posting der comp.infosystems.www.authoring.cgi-Usenet-Newsgruppe:

From: ras…@io.org (Rasmus Lerdorf)
Subject: Announce: Personal Home Page Tools (PHP Tools)
Date: 1995/06/08
Message-ID: <3r7pgp$aa1@ionews.io.org>#1/1
X-Deja-AN: 104053006
organization: none
newsgroups: comp.infosystems.www.authoring.cgi
Announcing the Personal Home Page Tools (PHP Tools) version 1.0.

These tools are a set of small tight cgi binaries written in C.
They perform a number of functions including:

. Logging accesses to your pages in your own private log files
. Real-time viewing of log information
. Providing a nice interface to this log information
. Displaying last access information right on your pages
. Full daily and total access counters
. Banning access to users based on their domain
. Password protecting pages based on users’ domains
. Tracking accesses ** based on users’ e-mail addresses **
. Tracking referring URL’s – HTTP_REFERER support
. Performing server-side includes without needing server support for it
. Ability to not log accesses from certain domains (ie. your own)
. Easily create and display forms
. Ability to use form information in following documents

Here is what you don’t need to use these tools:

. You do not need root access – install in your ~/public_html dir
. You do not need server-side includes enabled in your server
. You do not need access to Perl or Tcl or any other script interpreter
. You do not need access to the httpd log files

The only requirement for these tools to work is that you have
the ability to execute your own cgi programs. Ask your system
administrator if you are not sure what this means.

The tools also allow you to implement a guestbook or any other
form that needs to write information and display it to users
later in about 2 minutes.

The tools are in the public domain distributed under the GNU
Public License. Yes, that means they are free!

For a complete demonstration of these tools, point your browser
at: http://www.io.org/~rasmus


Rasmus Lerdorf
ras…@io.org

http://www.io.org/~rasmus

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Es rumort schon länger in einschlägigen Foren und Blogs, und offensichtlicherweise hat Google wieder mal am Ranking-Algorithmus gedreht. Alle Betroffenen berichten einhellig von einem Einbruch der “Long Tail”- oder “Fat Belly”-Keywords, also Suchanfragen mit mehr als einen Begriff in der Anfrage. Kombinationen mit 2 Keywords liefern den Berichten zu Folge ca. 6% weniger Zugriffe, solche mit 3 Keywords 36% weniger Zugriffe und jene mit 4 oder mehr Keywords 12% weniger Zugriffe. Die Community hat für diesen Einbruch den passenden Begriff “Mayday” ersonnen. Seine Gründe sind wohl in der Implementierung einer neuen Indizierungs-Technologie zu suchen, die es Google erlaubt, längere Textphrasen effizient zu verarbeiten und zu speichern. Ein Text mit bereinigten 1.000 Wörtern erfordert bei Berücksichtigung von 5 möglichen Keyword-Kombinationen ohne Zurücklegen bereits

n = \frac{1.000!}{5! \cdot (1.000-5)!} = 8{,}25 \cdot 10^{12} \!

mögliche Textphrasen, die es zu verarbeiten gilt, um die Relevanz des Textes für seinen kompletten Inhalt bei 5 kombinierten Keywords zu erfassen. Noch schlimmer wird die Sache, wenn Suchbegriffe wie “mayday google update ranking algorithmus” und “google mayday update ranking algorithmus” separat zu behandeln sind. Die Anzahl der möglichen Variationen wäre dann noch höher:

n = \frac{1.000!}{(1.000-5)!} = 9{,}9 \cdot 10^{14} \!

Dass für derartige Datenmengen spezielle Ansätze nötig sind, liegt wohl klar auf der Hand. Die jüngst erfolgte Genehmigung eines diesbezüglichen Google-Patentes lässt einerseits vermuten, dass Google nun die notwendige Infrastruktur besitzt, um längere Textphrasen zu indizieren. Auf der anderen Seite legt diese messbare Anpassung aber auch den Verdacht nahe, dass Google bislang für längere Keyword-Kombinationen das Seitenranking nur qualitativ ermittelt hat. Somit ist eine Einbruch bei den Long-Tail-Keywords nicht als Penalty einzustufen, sondern einfach eine Folge des laufenden Optimierungsprozesses bei Google.

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Wer kann sich noch daran erinnern, als Firefox 1.0 an den Start ging und der Internet Explorer einen Marktanteil von über 90% hatte? Seit April ist der Anteil der Explorer-Nutzer nun erstmals unter die 60%-Marke gesunken, die Browser-Trends zeigen seit Monaten ein ähnliches Verhalten: der IE rutscht weiter ab, Firefox und Opera treten auf der Stelle, Safari steigt langsam an und Google Chrome geht im doppelten Sinn ab wie eine Rakete:

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Ab und zu kommt man in die Verlegenheit, eine verstellte Satellitenantenne besser auszurichten oder beim Bekannten eine neue zu installieren, ohne mit dem technischen Rüstzeug eines professionellen Technikers aufzufahren. Dabei kann die Peilung über Google Earth ab Version 5.0 hilfreich sein.

Nehmen wir mal an, dass die Verantwortlichen des “Osservatore Romano”die Astra-Satelliten auf 19,2 ° Ost anpeilen wollen, um alle aktuellen Nachrichten unter Kontrolle zu haben. Dann würde es reichen, vom Ort der Installation ausgehend (in diesem Fall das Gebäude der Einrichtung) mit dem Lineal-Werkzeug eine Linie zu ziehen, welche in die gewünschte Richtung zeigt. In unserem Fall würde das Azimut von 170 ° östlicher Länge in Richtung südöstliche Kolonnade des ellipsenförmigen Petersplatzes zeigen:

Peilung mit Google Earth 5.0

Den zugehörigen Elevationswert von 41,2 ° kann man an der meist vorhandenen Skala der Schüsselhalterung ablesen (nach einem Praxis-Tip aus der c’t).

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