Archiv für die Kategorie “Raumfahrt”

Der US-amerikanische Erdbeobachtungssatellit UARS (Upper Atmosphere Research Satellite) wurde am 12. September 1991 mit dem Space Shuttle Discovery (STS-48) gestartet. Nach seiner auf 14 Jahre erweiterten Lebenszeit erfolgte am 14. Dezember 2005 die Deaktivierung aus Kostengründen. Die Höhe der Satellitenbahn wurde daraufhin von ursprünglich knapp 600 km auf gut 350 km abgesenkt, um den Wiedereintritt zu beschleunigen und die Gefahr der Kollision mit anderen Satelliten zu minimieren:

Orbit-Historie des Satelliten UARS

Der Bus-große Satellit soll am Abend des heutigen Tages (MESZ) in die Erdatmosphäre wiedereintreten und dabei nur teilweise verglühen. In einer Simulation aus dem Jahre 2002 geht die NASA von 26 potentiell gefährlichen Trümmerstücken aus, die Gesamtmasse der den Wiedereintritt überlebenden Objekte soll 532 kg betragen. Aus diesen Daten wird die Wahrscheinlichkeit für einen Todesfall mit 1:3200 berechnet.

Künstlerische Ansicht des UARS-Satelliten

Die Bruchstücke sollen sich auf ein Gebiet von ca. 800 km verteilen, glückliche Besitzer eines Space-Track.org-Accounts erhalten detailliertere Informationen.

Update 24.09.2011, 9.30 Uhr:
Laut NASA-Angaben erfolgte der Wiedereintritt am heutigen Freitag zwischen 5:23 Uhr MESZ (23. September 11:23 PM EDT) und 7:09 Uhr MESZ (24. September 1:09 AM EDT). Zu dieser Zeit überquerte der Satellit gerade Afrika, Kanada und weite Bereiche des Pazifischen, Atlantischen und Indischen Ozeans. Die exakten Eintrittsdaten sind noch nicht bekannt.

Update 27.09.2011, 16.30 Uhr:
Die NASA legt sich bez. der genauen Absturzzeit und des -ortes endlich fest: 24. September 2001 6:01 MESZ im Pazifischen Ozean bei 14,1° südlicher Breite und 189,8° östlicher Länge.

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Google spendiert zum 50-jährigen Jubiläum der bemannten Weltraumfahrt durch Juri Gagarin ein eigenes animiertes Doodle, welches den Start der Wostok-1-Rakete und eine stilisierte Abbildung des Sowjet-Helden zeigt.

50 Jahre bemannte Raumfahrt

Für seine mutige Leistung wurde Gagarin weltberühmt und vor allem in der UdSSR umfassend gewürdigt.

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Heute auf den Tag genau vor 50 Jahren hat sich der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin mit Wostok 1 auf den Weg in den Weltraum gemacht. Knapp einen Monat vor seinem amerikanischen Kollegen Alan Shepard und Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vor einer halbwegs ausgereiften Technik stieg er an Bord einer unter extremem Zeitdruck entwickelten Trägerrakete, lässt Töchter und Frau auf der Erde zurück und schießt sein Land auf den raumfahrttechnischen Olymp.

Ikonenhafte Darstellung von Yuri Gagarin

Der 108-minütige Ausflug in den erdnahen Weltraum wurde von allen Sowjet-Parteiorganen als Bilderbuchflug dargestellt, sollte er doch die Überlegenheit des sozialistischen Systems auch im technischen Bereich eindrucksvoll demonstrieren.

Dass Gagarin nach seinem legendären “Polechali!” (“Los geht’s!”) in einer Kapsel mit Wackelkontakt im Lukensensor saß, der Notizen-Bleistift in der Schwerelosigkeit davon flog, die Gerätesektion beim Wiedereintritt am Kabelbaum hinter der Landekapsel hergezogen wurde und die Landung hunderte Kilometer abseits vom geplanten Zielort beinahe in den Schoß einer ahnungslosen Bäuerin erfolgte, wurde freilich verschwiegen. Vielmehr hatte Gagarin Zeit, die Schönheit seiner Sowjetheimat zu besingen, Kolumbus als Entdecker einer neuen Welt zu erwähnen und seinen amerikanischen Raumfahrerkollegen ein paar Worte zu widmen.

Emblem der Mission Wostok 1

Nicht zuletzt deshalb ist es gelungen, die Mission Wostok 1 als Meilenstein der bemannten Raumfahrt in die Geschichtsbücher der Menschheit einzubrennen.

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Besonders zur Winterzeit quellen die Wartesäle der Arztpraxen und Krankenhäuser über vor wartenden Patienten, die ungeduldig die spärliche und lieblose Auswahl an Zeitschriften durchwühlen und sich irgendwann frustriert mit dem Handy beschäftigen, in die Luft starren, den Nachbarn mit Belanglosigkeiten überhäufen oder mit dem mageren Angebot an Lesestoff Vorlieb nehmen.

Auf den Missstand angesprochen verweisen viele Verantwortliche auf die hohen Kosten, die das konstante Besorgen von Frauenlesestoff wie “Anna”, “Bella”, “Bild der Frau”, “Brigitte”, “Burda Style”, “Cosmopolitan”, “Elle”, “Elle Decoration”, “Emma”, “Frau im Leben”, “Freundin”, “Für Sie”, “Glamour”, “InStyle”, “Joy”, “Lena”, “Lisa”, “Madame”, “Maxi”, “myself”, “Petra”, “Plus”, “Sabrina”, “Shape”, “Tina”, “Vital”, “Vogue”, “Bunte”, “Das Goldene Blatt”, “Das Neue”, “Das Neue Blatt”, “Die Aktuelle”, “Die neue Frau”, “Echo der Frau”, “Frau Aktuell”, “Frau im Spiegel”, “Frau mit Herz”, “Freizeit Revue”, “Gala”, “Heim und Welt”, “in – Das Star-Magazin”, “InTouch”, “Lea”, “Life & Style”, “Neue Post”, “Neue Welt”, “Neue Woche”, “Sieben Tage”, “Super Illu”, “Woche der Frau” oder Männermaterial wie “Coupe”, “GQ”, “Auto Bild”, “Auto Motor und Sport”, “Auto Zeitung” oder “PS” verursachen würde. Interessanterweise sind dann die lokalen Bildungsschleudern “Die Südtirolerin” und “in Südtirol” doch recht konstant vertreten.

Wenn nun ein Friseursalon für seine Kunden keinen Bildungsauftrag verspürt, kann man das ja hinnehmen, möchte man doch einem heißgeföhnten Gehirn nur Leichtes und Bekömmliches zumuten. Für öffentliche Wartesäle in den Sanitätsbetrieben und in Arztpraxen ist diese Einstellung aber absolut nicht zu verstehen.

Um dem Kostenargument den Wind aus den Segeln zu nehmen, sei an dieser Stelle eine Auflistung von deutschen kostenlosen wissenschaftlichen und technischen Zeitschriften genannt, welche dem entsprechenden Blog-Artikel von Florian Freistetter entnommen ist:

  • Forschungsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft
  • research.eu, das Magazin des Europäischen Forschungsraums
  • GENOMXPRESS, das Magazin verschiedener Genomforschungsnetzwerke
  • weiter.vorn, das Magazin der Fraunhofer-Gesellschaft
  • Maßstäbe der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
  • DLR-Magazin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
  • Einblick des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg

Kostenlose naturwissenschaftliche und technische Zeitschriften

Also all ihr Ärzte da draußen, ihr Schwestern, ihr Friseusen und Einkauf-Spezialisten, tut etwas für die naturwissenschaftlich-technische Bildung des Landes, es ist kostenlos und wirkt garantiert!

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Pünktlich zur 20-Jahrfeier des Hubble Space Telescope veröffentlichte die NASA ein spektakuläres Bild des Carina-Nebels NGC 3372, das in seiner Detailreiche wohl beispiellos ist und eine ähnliche Abbildung des Adlernebels M16 (Pillars of Creation) aus dem Jahre 1995 deutlich übertrifft.

Der Carina-Nebel im Hubble Space Telescope

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