Archiv für die Kategorie “Natur & Umwelt”

Ein Fundstück der Extraklasse von Cary und Michael Hang: Das Universum von der Planck-Länge, den Branen und Strings bis zur beobachtbaren Größe als interaktiver Flash-Film:

Interaktives Universum

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Beinahe unbeeinflusst von den kleinen Entscheidungen der Großen in Südafrika, welche sich in der Kunst der Blockade ob des drohenden Wachstumsstillstandes üben, ging vor ein paar Tagen eine Veranstaltung besonderen Kalibers über die Bühne. Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) und das Berlin Manhattan Institut (BMI) haben zum finalen Skeptiker-Showdown in Sachen Klimawandel nach München geladen.

WWF: Stop Climate Change!

Georg Hofmann von Prima Klima fasst die Essenz der gesamten Skeptiker-Bewegung wunderbar zusammen.

Vor einiger Zeit ist der Versuch unternommen worden, die Skeptiker-Gilde in 3 Klassen einzuteilen, nämlich die Unwissenden, die Halb-Wissenden und die Falsch-Wissenden. Die EIKE-Konferenz nun scheint Hinweise darauf zu liefern, dass es zu einer weiteren Mutation gekommen ist, den Wahn-Wissenden. Wie ist es anders zu erklären, dass eine groteske These die andere jagt, Theorien erwähnt werden, deren “theoretischer” Unterbau erst später enthüllt werden soll, manisch-schizophrene “Forscher” über Ko-Leugner herziehen und Professoren auf Altenteil den anthropogenen Klimawandel als Ersatzreligion mit apokalyptischen Vorstellungen und Ablasshandel betrachten.

Patrick Illinger von der Süddeutschen Zeitung, einer der wenigen, der das Spektakel genauer analysiert hat, bringt es treffend auf den Punkt:

Nicht weniger als eine weltumspannende Verschwörung soll enthüllt werden. Den Klimawandel gilt es als riesige Lüge zu entlarven, eine drohende grün-sozialistische Weltdiktatur abzuwenden und die Menschheit von den düsteren Szenarien des Weltklimarats IPCC zu erlösen.

Zornige Leugner also, die Skepsis zum Selbstzweck erhoben haben, ein Kasperltheater der Chaoten, nichts anderes als despotisches Unkraut mit einem kategorischen Hang zum Verneinen wissenschaftlicher Erkenntnisse.

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Es ist so weit und man trifft sich wieder mal, um über den Klimawandel und dessen Auswirkungen zu sprechen. Die Erwartungen sind auf einem Rekordtief, die Fesseln der US-amerikanischen und chinesischen klimapolitischen Geiselhaft enger denn je.

Cop17/CMP7 in Durban

Die 17. “Konferenz der Parteien” samt dem 7. “Treffen der Parteien” hat wieder mal wenig Aussicht auf Erfolg, sind doch die weltweiten Probleme in Zeiten der Wirtschafts-, Finanz-, Euro-, Staatsschulden- und Regierungs-Krise größer als eine allerhöchstens wahrscheinlichkeitstechnisch fassbare Bedrohung in ferner Zukunft. Schließlich steigt der Pegel des Meeresspiegels weitaus langsamer als der Spread für Staatsanleihen. Da helfen Nachbesserungen in den Bedrohungsszenarios einschlägiger Klimawissenschaftler wohl ebensowenig wie der Appell an die Vernunft im Rahmen einer neutralen Behörde wie die International Energy Agency.

Menschen sind halt mal keine Pearson-Puppenspieler, die 100.000 und mehr Jahre in die Zukunft planen. Vielmehr erliegen wir als Herdentiere den Manipulationen und Drängen einiger weniger, die das Schicksal der Massen in ihren Händen tragen. Genau aus diesem Grund wird soviel passieren wie schon zahllose Male vorher, nämlich schlicht und ergreifend gar nichts!

Man kann es wagen, schon im Vorauss wieder mal Nick Harkaway aus “Die gelöschte Welt” zu zitieren:

Der Baum des Unfugs wird mit dem Irrtum gewässert, und an seinen Zweigen reifen die Kürbisse der Katastrophe.

Fast könnte man darauf den Schnee der nächsten Winter verwetten!

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Auf den Tag genau heute vor 20 Jahren, also am 19. September 1991, ist nahe dem Hauslabjoch in den Ötztaler Alpen in 3.210 m Höhe eine etwa 5.300 Jahre alte Gletschermumie aus der späten Jungsteinzeit gefunden worden, die es als “Ötzi” zu Weltruhm bringen sollte. Als einzige durch Gefrietrocknung erhaltene Gletscherleiche der Welt geistert der kleine Mann aus der Kupfersteinzeit seit damals durch die Medien und sorgte für so manche Sensation.

20 Jahre Ötzi

Passend zum 20-Jahr-Jubiläum zeigt die folgende nicht repräsentative Liste einer Sammlung von 20 Link-Fundstücken rund um das Thema des Tages:

  1. Youtube-Video zur Gletschermumie Ötzi
  2. Wikipedia-Artikel
  3. Ötzi-Türbeschläge auf eBay
  4. Ötzi-Bildersuche auf Google
  5. Der Fluch des Ötzi auf Bild.de
  6. Ötzi auf Twitter
  7. Das Bozner Archaeologie-Museum
  8. Geo-Wissenstest über den Ötzi
  9. Ötzi-Berechnungen auf WolframAlpha
  10. Flickr-Suche
  11. Hashtag-Statistik für Twitter
  12. Delicious-Bookmarks über Ötzi
  13. Fragen auf gutefrage.net
  14. Wissenschaftliche Artikel auf Nature
  15. Ötzi auf Facebook
  16. Der Weg zur Ötzi-Funstelle am Hauslabjoch
  17. National Geographic
  18. Das Buch “Ötzi 2.0″ auf Amazon.de
  19. Ötzi Eis- & Feuer-Likör
  20. Brad Pitt mit Ötzi-Tattoo

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Ein lauer Spätsommer-Abend in Brixen/Südtirol hätte es werden sollen, mit Freunden im Garten, Kerzenschein und einem guten Glas Wein. Die paar Stechmückenattacken hätten die gesellige Runde dann auch nicht weiter gestört, hätte die Gestochene etwas beherzter zugeschlagen und das Insekt während der Saugphase bis zur Unkenntlichkeit zerquetscht. So aber fiel es einfach auf den Boden, wo es unter neugierigen Blicken ans Licht gefördert wurde. Selbst im schwachen Kerzenschein fielen sofort die weißen Markierungen am Hinterteil auf, eine genauere Untersuchung am Tag darauf unter einem Mikroskop brachte dann die Wahrheit ans Tageslicht:

Gesamtübersicht Tigermücke linke Seite
Gesamtübersicht Tigermücke rechte Seite
Kopf der Tigermücke
Gesamtansichten und Detailansicht des Kopfes der Asiatischen Tigermücke.

Alle typischen Kennzeichen stimmen: Die Größe passt, der Stechgrüssel setzt am Kopf an, die Flügel sind ohne auffällige Musterung, das Exemplar ist schwarz-weiß gefärbt, die typische Musterung an Beinen und Kopf ist erkennbar. Es scheint sich also aller Wahrscheinlichkeit um einen Vertreter der Gattung Stegomyia albopicta, früher Aedes albopictus zu handeln, der unter den Namen Asiatische Tigermücke wohl besser bekannt ist.

Asiatische Tigermücke bei der Mahlzeit
Eine Asiatische Tigermücke zu Beginn ihrer Stechmahlzeit.

Laut Wikipedia trat der Plagegeist zuerst 1979 in Albanien auf, nachdem er offenbar mit Warenlieferungen aus China eingeführt worden war. In Autoreifen aus Georgia in den USA reiste sie dann nach Italien ein und hat sich inzwischen fast auf dem ganzen italienischen Festland verbreitet. Im Amt für Hygiene der Provinz Bozen hängen zwar Warn-Plakate über die Tigermücke und liegen entsprechende Flyer auf, im Internet ist davon aber nichts zu finden. Man will wohl keine potentiellen Urlauber abschrecken. Schließlich macht es kein allzu gutes Bild, wenn Südtirol als begehrte Urlaubsdestination im In- und Ausland plötzlich mit der Asiatischen Tigermücke konfrontiert wird, die man ansonsten mit der Karibik, Mittelamerika, Australien und Südamerika verbindet.

Aber noch ist das Gefahrenpotential hierzulande klein. Prinzipiell kann das Insekt für den Menschen relevante und teilweise auch nicht zu unterschätzende virelle Krankheiten übertragen, wie das West-Nil-Virus, das Gelbfiebervirus, die St.-Louis-Enzephalitis, des Dengue-Fieber oder das Chikungunya-Fieber. Solange die Mücken aber in geringer Zahl auftreten und entsprechende Krankheitserreger im Bereich der Tigermückenpopulationen nicht zirkulieren, ist keine Ansteckungsgefahr gegeben. Ist die Populationsdichte aber einmal groß genug und bringen heimkehrende Urlauber Viren in die Gebiete mit Mückenbefall, können sich diese epidemieartig ausbreiten. Schließlich benötigen die Viren innerhalb der kaltblütigen Mücken auch ausreichend hohe Temperaturen, um sich signifikant vermehren zu können, aber dafür gibt es ja Potential in Hülle und Fülle.

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