Mit “Umwelt” getaggte Einträge

British Petroleum (BP) hat Jahrzehnte benötigt, um das Backronym “Beyond Petroleum” für den ehemals wenig zukunftsträchtigen Namen zu etablieren. Ginge es nach der Netzgemeinde, ist dieser Vertrauensvorschuss wegen der Ölpest im Golf von Mexiko dahingeschmolzen. Symbolisierte das grüne Sonnenrad des Konzern-Logos ehemals grüne Energienquellen wie Wind- und Solarenergie, versuchen sich Tausende in einer Greenpeqace-Aktion, dem Konzern ein neues Logo samt Slogan zu verpassen. Zugehörige Ergebnisse können auf Flickr bewundert werden.

Neues BP-Logo

Das heftig kritisierte Katastrophenmanagement des Konzerns treibt aber auch andere Blüten. The Second City Sketch Comedy hat einen fiktiven Werbepsot gedreht:

Mehr als einer halben Million Menschen gefällt der BP-Boykottaufruf auf Facebook, BP Public Relations auf Twitter zählt knapp 150.000 Follower, der originale BP-Account mit nicht mal 15.000 Followern gibt sich im Vergleich dazu eher kränklich. Und das alles trotz der Klarstellung von Seiten BP Public Relations:

We are not associated with Beyond Petroleum, the company that has been destroying the Gulf of Mexico for 51 days.

Auf BPGlobalPR Billboards werden einige der BPGlobalPR-Tweets im Billboard-Format angeboten:

BPGlobalPR Billboard: What a gorgeous day! The ocean is filled with the most beautiful rainbows!

Auf dem Netzpolitik-Blog sind weitere Beispiele gesammelt. Das wohl bemerkenswerteste Fundstück: Ein Öl-Plugin für den Firefox-Browser, welches auf jeder besuchten Seite Begriffe aus dem Öl-Kontext mit einem schwarzen Öltropfen zudeckt.

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Mit der physikalischen Verkehrsforschung der 90er-Jahre wurde der Begriffs des “Staus aus dem Nichts” populär (B.S. Kerner und P. Konhäuser, Phys. Rev. E 48, R2335 (1993)), seine Urspünge gehen aber noch weiter zurück (J. Treiterer und J. A. Myers, in: D. Buckley (Hrsg.), Proc. 6th Intl. Symp. on Transportation and Traffic Theory, Reed, London (1974), S. 13). Kleine Störungen ergeben rasch ausgewachsene Staus, die gegen die Fahrtrichtung propagieren.

Das zugrundeliegende physikalische Phänomen der linearen Instabilität führt zum Anwachsen fast beliebig kleiner Störungen, aber ganz so einfach war es dann doch nicht: erst durch Einführung verschiedener Verkehrszustände und eines Phasendiagrammes können bis heute die besten Voraussagen gemacht werden (M. Schönhof und D. Helbing, Transportation Science 41, 135 (2007)).

Stau auf der Autobahn

Es gibt aber durchaus auch Zweifler, die eine generelle Instabilität des Verkehrsflusses in Frage stellen und auf stets vorhandene explizite Ursachen verweisen.

Die sogenannte “Drei-Zutaten-Theorie” nennt 3 Hauptursachen für die Entstehung von Verkehrsstaus:

  • Hohes Vekehrsaufkommen
  • Räumliche Inhomogenitäten des Streckenverlaufes wie Zufahrten, Spurverengung oder Steigung
  • Temporäre Störung im Verkehrsfluss wie etwa Spurwechsel oder Fahrzeuganhäufungen

Generell lassen sich aber theoretische Vorhersagen aus empirischen Daten oftmals schwer erkennen, da einfach zu viele Einflussfaktoren mitmischen. Yuki Sugiyama et al. (Y. Sugiyama et al., New Journal of Physics 10, 033001 (2008)) führte nun erstmals ein Experiment durch, um mögliche Einflussfaktoren unter Kontrolle zu halten. Auf einer Kreisstrecke mit einer Länge von 230 m fuhren eine variierende Zahl von Fahrzeugen, welche alle mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h und einem sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterwegs sein sollten.

Rundstrecke für Stauversuche

Zunächst floss der Verkehr reibungslos, allerdings gelang es nicht allen Fahrern, die Nebenbedingungen zu erfüllen: Nach einiger Zeit tauchten Schwankungen auf, nachkommende Fahrzeuge mussten bremsen, um den Sicherheitsabstand einzuhalten. Die daraufhin folgende Beschleunigung sollte dazu gedacht sein, den sich ausgebildeten Auto-Clustern zu entkommen. Als Folge ergab sich eine Stop-And-Go-Welle, die sich mit 20 km/h gegen die Fahrrichtung ausbreitete und deren Ursache ohne störende externe Einflüsse zu Stande kam.

Stop-And-Go-Welle

Der von Modellen vorausgesagte “Stau aus dem Nichts” exisitiert also tatsächlich, Verkehrsassistenzsysteme machen demnach durchaus Sinn.

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CoolerPlanet.com realisierte ein Google-Maps-Mashup, welches die Geschichte der Installation von Solarkraftwerken in Kalifornien (The History of Solar Power Installation in California) zum Inhalt hat. Eine Heat Map gestattet die Filterung der Daten nach Jahren, als dargestellte Parameter können die Gesamtanzahl der Installationen, die Gesamtleistung, die Leistung pro Installation sowie die Reduzierung der Kohlenstoff-Emissionen in Tonnen ausgewählt werden.

Solarkraftwerke in Kalifornien

Original-Zitat CoolerPlanet.com:

Wir von Cooler Planet waren gespannt, wo in Kalifornien ein explosives Wachstum von Solarkraftwerken auftritt. Anstatt der üblichen tabellarischen Daten dachten wir an eine interaktive Karte, welche in einer Heat Map die Konzentration der Solarkraft-Anlagen in Kalifornien und den Fortschritt bei der Implementierung dieser Energieform aufzeigt.

Es gibt aber auch weitere Google-Maps-Mashups mit Umwelt-Bezug:

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