Mit “Google” getaggte Einträge

Es rumort schon länger in einschlägigen Foren und Blogs, und offensichtlicherweise hat Google wieder mal am Ranking-Algorithmus gedreht. Alle Betroffenen berichten einhellig von einem Einbruch der “Long Tail”- oder “Fat Belly”-Keywords, also Suchanfragen mit mehr als einen Begriff in der Anfrage. Kombinationen mit 2 Keywords liefern den Berichten zu Folge ca. 6% weniger Zugriffe, solche mit 3 Keywords 36% weniger Zugriffe und jene mit 4 oder mehr Keywords 12% weniger Zugriffe. Die Community hat für diesen Einbruch den passenden Begriff “Mayday” ersonnen. Seine Gründe sind wohl in der Implementierung einer neuen Indizierungs-Technologie zu suchen, die es Google erlaubt, längere Textphrasen effizient zu verarbeiten und zu speichern. Ein Text mit bereinigten 1.000 Wörtern erfordert bei Berücksichtigung von 5 möglichen Keyword-Kombinationen ohne Zurücklegen bereits

n = \frac{1.000!}{5! \cdot (1.000-5)!} = 8{,}25 \cdot 10^{12} \!

mögliche Textphrasen, die es zu verarbeiten gilt, um die Relevanz des Textes für seinen kompletten Inhalt bei 5 kombinierten Keywords zu erfassen. Noch schlimmer wird die Sache, wenn Suchbegriffe wie “mayday google update ranking algorithmus” und “google mayday update ranking algorithmus” separat zu behandeln sind. Die Anzahl der möglichen Variationen wäre dann noch höher:

n = \frac{1.000!}{(1.000-5)!} = 9{,}9 \cdot 10^{14} \!

Dass für derartige Datenmengen spezielle Ansätze nötig sind, liegt wohl klar auf der Hand. Die jüngst erfolgte Genehmigung eines diesbezüglichen Google-Patentes lässt einerseits vermuten, dass Google nun die notwendige Infrastruktur besitzt, um längere Textphrasen zu indizieren. Auf der anderen Seite legt diese messbare Anpassung aber auch den Verdacht nahe, dass Google bislang für längere Keyword-Kombinationen das Seitenranking nur qualitativ ermittelt hat. Somit ist eine Einbruch bei den Long-Tail-Keywords nicht als Penalty einzustufen, sondern einfach eine Folge des laufenden Optimierungsprozesses bei Google.

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Ab und zu kommt man in die Verlegenheit, eine verstellte Satellitenantenne besser auszurichten oder beim Bekannten eine neue zu installieren, ohne mit dem technischen Rüstzeug eines professionellen Technikers aufzufahren. Dabei kann die Peilung über Google Earth ab Version 5.0 hilfreich sein.

Nehmen wir mal an, dass die Verantwortlichen des “Osservatore Romano”die Astra-Satelliten auf 19,2 ° Ost anpeilen wollen, um alle aktuellen Nachrichten unter Kontrolle zu haben. Dann würde es reichen, vom Ort der Installation ausgehend (in diesem Fall das Gebäude der Einrichtung) mit dem Lineal-Werkzeug eine Linie zu ziehen, welche in die gewünschte Richtung zeigt. In unserem Fall würde das Azimut von 170 ° östlicher Länge in Richtung südöstliche Kolonnade des ellipsenförmigen Petersplatzes zeigen:

Peilung mit Google Earth 5.0

Den zugehörigen Elevationswert von 41,2 ° kann man an der meist vorhandenen Skala der Schüsselhalterung ablesen (nach einem Praxis-Tip aus der c’t).

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Seit nunmehr 40 Jahren gibt es den Earth Day, welcher den Menschen “Lust auf eine grüne Zukunft” machen und zum “klug verbrauchen” anregen soll. Auf EarthDay.de werden die 40 Jahre gebührend gefeiert:

40 Jahre Earth Day

Auch Google lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen, zeigt heute das 10. Earth-Day-Doodle seit 2001 als Startlogo und ruft das Ganze Millionen von Suchenden in Erinnerung:

Google Doodle zum Earth Day 2010

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Nachdem ähnliche derartige Aktionen und das allseitige Beschwören einer besseren Welt nur eine schwache Reaktion von Microsoft hervorgerufen hat, kündigt Google jetzt Schützenhilfe an und macht sogar die Google-Apps-Kunden darauf aufmerksam, dass der IE6 endlich weg gehört:

In order to continue to improve our products and deliver more sophisticated features and performance, we are harnessing some of the latest improvements in web browser technology. This includes faster JavaScript processing and new standards like HTML5. As a result, over the course of 2010, we will be phasing out support for Microsoft Internet Explorer 6.0 ​as well as other older browsers that are not supported by their own manufacturers.

Wanted IE6 dead and not alive!
Bedenkt man, dass der heutige 2. Februar in einigen christlichen Konfessionen als Tag der Reinigung gefeiert wird, könnte die ganze Aktion als Purificatio Interretis in die Geschichte eingehen…

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Vor 20 Jahren ist die Berliner Mauer als “befestigte Staatsgrenze” oder “antifaschistischer Schutzwall” nach 28 Jahren Existenz gefallen. Google spendiert erwartungsgemäß ein eigenes Logo:

Google Mauerfall-Doodle

Eine Dominokette von 1000 überdimensionalen Dominosteinen soll an den denkwürdigen Augenblick erinnern, um 20 Uhr heute Abend fallen die Steine so wie seinerzeit die Mauer.

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