Mit “Klimakatastrophe” getaggte Einträge
Al Gore nimmt einen neuen Anlauf und initiiert unter Aufwendung von 300 Mill. USD eine große Anzeigenkampagne, um auch aus dem politischen Lager Unterstützung für die Bekämpfung des Klimawandels zu erhalten.
We are millions of people speaking up for solutions.
We can solve the climate crisis if we take action now.

Ein neuer Ansatz ist durchaus erkennbar:
The simple algorithm is this: It’s important to change the light bulbs, but it’s much more important to change the laws.
Und weiter:
The options available to civilization worldwide to avert this terribly destructive pattern are beginning to slip away from us. The path for recovery runs right through Washington, D.C.
Auch im amerikanisch angehauchten Begleitvideo ist dieser Grundtenor zu erkennen:
Die Kommentare zum betreffenden Blog-Artikel von Jörg Haas lassen im Ansatz die Polemik erkennen, mit der Al Gore zu kämpfen haben wird.
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Veröffentlicht in Natur & Umwelt, Tags: Artensterben, Überschwemmungen, CO2, Eisschmelze, Klima, Klimakatastrophe, Klimawandel, Korallensterben, National Geographic, Permafrost, Waldbrand
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Während sich die Zukunft sich nicht vorhersehen lässt, erlauben aktuelle Klimamodelle durchaus Ausblicke auf die nächsten Jahrzehnte, wenn wir den aktuellen Pfad bedenkenlos weiterbeschreiten. Mark Lynas wagt in seinem neuen Film und Buch einen Blick auf die zu erwartenden Veränderungen bei Erhöhung der mittleren Temperatur der Erde in 1°C-Schritten.
Mit beeindruckenden Bildern ganz nach National-Geographic-Manier zeigt der Ausblick möglicherweise zu erwartende Einflüsse auf die globale Umwelt innerhalb der nächsten 100 Jahre, Grad um Grad verfolgt der Autor Klimatrends auf allen 5 Kontinenten und bedient sich dabei ebenso der Aussagen weltweiter Klimaforschung wie der Erfahrungen alltäglicher Menschen.
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Zusammenfassung der möglichen Auswirkungen:
+1°C:
- Schmelzen der Permafrostböden
- Entstehung von neuen Wüstengebieten in Nordamerika
- Massives Korallensterben
- Hurrikanes im Südatlantik
- Verlust von Waldgebieten und der darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten
+2°C:
- Anstieg des Säuregehaltes in den Ozeanen
- Schwund von natürlichen Süßwasservorräten
- Verlängerung extremer Hitzeperioden
- Veheerende Monsun-Überschwemmungen
- Chronische Wasserknappheit
+3°C:
- Feuer durch Wasser- und Schneemangel
- Schwere Überschwemmungen in küstennahen Gebieten
- Verluste von 80% im arktischen Eisschelf
- Großflächige Waldbrände setzen vemehrt CO2 frei
- Probleme durch versiegende Flüsse
+4°C:
- Antarktische Eismassen kollabieren
- Klimaflüchtlingswellen ziehen landeinwärts
- Europa trocknet aus, England versinkt im Wasser
- Schmelzen des sibirischen Permafrostes
- Lebensmittelknappheit
+5°C:
- Klimatisch begünstige Rückzugsgebiete werden von Flüchtlingswellen überschwemmt
- Wüstengebiete dehen sich aus
- Neue menschliche Kolonien in der Antarktis
- Bewaffnete Konflikte nehmen zu
- Vergiftung tiefer Ozeanebereiche
+6°C:
- Explosion des Kohlenstoffzyklus
- Massive Schrumpfung der bewohnbaren Zonen
- Ortschaften und Städte könnten nicht mehr unterhalten werden
- Größte Herausforderungen für das Überleben der Menschheit
- Vergiftung des Ozean-Oberflächenwassers
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Wie groß sind die Anforderungen an neue Technologien, um die Kohlendioxid-Emissionen in den Griff zu kriegen? In ihrem Nature-Artikel (Dangerous assumptions, Nature 452, 531-532) fürchten Roger Pielke Jr., Tom Wigley und Christopher Green, dass diese größer sein könnten, als allgemein angenommen.
Auf der UNO-Klimakonferenz 2007 in Bali wurde eine Nachfolgeprotokoll zu Kyoto gefordert, welches innerhalb 2 Jahren zu verabschieden sei. Nicht einmal der blauäugigste Delegierte hätte geleugnet, dass die Stabilisierung der CO2>-Konzentration in der Erdatmosphäre eine ernomes Unterfangen ist. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat in seine Referenz-Szenarios keine expliziten Klimaschutzmaßnahmen eingebaut, da es mit eingebauten Effizienzfaktoren kalkuliert, die eine automatische Reduktion der Treibhausgas-Emissionen implizieren.
Gemäß den Autoren des Artikels sind bereits mehr als zwei Drittel aller sich automatisch manifestierenden Verbesserungen in die Referenz-Szenarios eingebaut, wodurch sich die Vorhersagen bestenfalls als optimistisch, schlimmstenfalls als unerreichbar beschreiben lassen. Eine Neuberechnung der Szenarios unter Berufung auf eine “festgefrorene” Technologie des Jahres 1990 (”frozen technology”) gibt dann auch ein neues Bild:
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| Kumulative Emissionen für verschiedene IPCC-Szenarios bis 2100 mit eingefrorener Technologie: |
| Blau: Anteil der “eingebauten” Emissions-Reduktionen der IPCC-Szenarios. |
| Rot: Emissions-Reduktion durch aktive Klimaschutzmaßnahmen. |
| Gelb: Errlaubte Emissions-Schwelle für einen atmosphärischen CO2-Anteil von 500 ppm. |
Zweifellos ist technologischer Fortschritt notwendig, die Frage ist, inwieweit Klimaschutzmaßnahmen darauf hinaus laufen sollen. Jedenfalls könnte es für das IPCC empfehlenswert sein, Bedingungen für spontane Evolution in der Technologie zu schaffen.
Wie auch immer: Die Spezies Klimaskeptiker dürfte neues Futter bekommen, die Gefahr wird immer größer, also lasst uns doch zweifeln und versagen!
Fazit frei nach einem diesbezüglichen Kommentar auf Heise Telepolis:
“Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.”
Ich glaub kein Regenbogenkrieger der 80er hat jemals ernsthaft daran geglaubt, daß es wirklich so kommen könnte. Welch Treppenwitz der Geschichte, dass es nun danach aussieht, als könnte sich dieser Satz in ähnlicher Form bewahrheiten.
Und weiter:
Macht aber nichts, denn die Erde wird sich von den Menschen wieder erholen. Nur Haie und Krokodile werden sich eine kurze Zeit an die seltsamen Wesen erinnern, die versucht haben, Gott zu spielen.
Klingt alles nach einem alten Witz…
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Das Argonne National Laboratory vom U.S. Department of Energy hat jüngst die Emissionsdaten eines BMW Hydrogen 7 geprüft und bestätigt dem Motor ein Übertreffen der äußerst restriktiven SULEV-Emissionswerte (Super Ultra Low Emissions Vehicle), den weltweit aktuell restriktivsten Vorgaben bezüglich Schadstoffabgabe.
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| Der BMW Hydrogen 7 auf dem Teststand. |
Die BMW-Hydrogen-7-Emissionen entsprachen nur einem Bruchteil des SUELV-Pegels und machen das Gefährt damit zu einem der emssionsärmsten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Zusätzlich zeigen die Testergebnisse, dass der 12-Zylinder-Motor den Schadstoffanteil für einige Luftkomponenten durch die Verbrennung verringert, im gewissen Sinne also sogar die Luft reinigt.
Aktuell steht einer weiten Verbreitung des Wasserstoffantriebes hauptsächlich die schlechte Versorgung mit entsprehenden Tankstellen im Wege. Wissenschaftler am Argonne National Laboratory glauben mittles chemisch manipulierter Algen Wasserstoff herstellen zu können. Einige Algentypen beinhalten das Enzym Hydrogenase, welches im Stande ist, kleine Mengen von Wasserstoff zu produzieren. Eine Gruppe von Wissenschaftlern um David Tiede versuchen den für die Wasserstoffproduktion verantwortlichen Teil des Enzyms zu isolieren und in den Photosyntheseprozess einzubauen. Das Ergebnis könnte eine größere Menge Wasserstoff sein, möglicherweise im Gleichgewicht mit der Menge an erzeugtem Sauerstoff. Der im natürlichen Ablauf sehr geringe Wirkungsgrad dieses Prozesses soll durch biothechnologische Methoden auf 5% bis 10% erhöht werden, um wirtschaftlich eingesetzt werden zu können. Wird diese Hürde genommen, hat die Methode entscheidene Vorteile gegenüber der Ethanol-Gewinnung durch Fermentation: Der Prozess läuft in geschlossenen Systemen an fast jedem belibigen Ort und ohne Energiezufuhr von außen ab, es gibt keine Konkurrenz zu Anbauflächen für Lebensmittel, ohne Wurzeln und Früchte sind Algen wesentlich leichter zu ernten.
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Der Khumbu-Gletscher in der Khumbu-Region Nepals wird von den Hängen des Mount Everest, Lhotse und Nuptse gespeist und beginnt im Tal des Schweigens. Passenderweise fußt eine aktuelle Studienarbeit von Tino Pieczonka am Institut für Kartographie der TU Dresden auf den Bilddaten eines der ersten amerikanischen Spionagesatelliten und widmet sich der Erfassung und der Berechnung von Volumenänderungen der dortigen Gletscher.
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| Lage des Khumbu-Gletschers und des Khumbu-Eisbruchs westlich des Mount Everest. |
Auf der Basis von Satelliten-Aufnahmen aus den Jahren 1962 und 2002 wurden zwei digitale Geländemodelle erstellt, um Änderungen im Gletscheraufbau im Laufe der dazwischen liegenden 40 Jahre zu erkennen. Für das Modell des Jahres 2002 standen Aufnahmen fertig zur Verfügung, die Erstellung des Modelles aus dem Jahre 1962 ist mit Bestandteil der Studienarbeit. Als einer der ersten Spionagesatelliten sollte CORONA das Gebiet der ehemaligen UdSSR erforschen und stellte die erhaltenen Analog-Bilder mittels einer Wiedereintrittskapsel zur Verfügung. Nachdem die ersten Missionen aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich waren (Fehlbelichtungen und -fokussierungen, Blendenprobleme, Fehlfunktion des Bremsfallschirms, …), ging man dazu über, die Filme noch an Bord des Satelliten zu entwicklen, einzuscannen und anschließend zur Erde zu funken.
Erwartungsgemäß konnte ein starker Gletscherschwund nachgewiesen werden, in der beobachteten Zeit kam ein Eisverlust von insgesamt 68 Mio. m3 zu Stande, welcher sich auf eine durchschnittliche Reduzierung der Eisdicke um 18 m ummünzen lässt.
Auf der 23. Internationalen Polartagung an der Universität Münster vom 10. bis 14. März 2008 stellt der Autor seine Ergenbisse erstmals vor.
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