Archiv für die Kategorie “Raumfahrt”
Nachdem heute auf der Google-Homepage ein Feiertagslogo zum Thema Halloween zu sehen ist, zieht auch die NASA nach und verspricht, den bereits erlebten Ergebnissen beim Saturn durch die Sonde Cassini-Huygens weitere folgen zu lassen:
As we begin our new Equinox mission at Saturn, the Cassini-Huygens team sends “best witches” for a happy, healthy and fun Halloween.
We’ve enjoyed sharing stunning images and exciting results of Cassini’s first four years at Saturn – and promise to scare up many more treats as we continue studying the eerie glow of Saturn’s rings, the spine-tingling thunder on the planet, the hair-raising jets on Enceladus, and the murky brew on Titan.
Frei übersetzt:
Da wir nun unsere Äquinoktien-Mission beim Saturn beginnen, schickt das Cassini-Huygens-Team “best witches” für ein glückliches, gesundes und lustiges Halloween.
Wir haben es genossen, atemberaubende Bilder und spannende Cassini-Ergebnisse der ersten vier Jahre beim Saturn zu teilen und versprechen weiterhin mit Hochgenüssen zu erschrecken, ob das nun die Untersuchung des unheimlichen Scheinens des Saturn-Ringe, der Rückenmark-erschütternde Donner auf dem Planeten oder die trübe Brühe auf Titan ist, oder ob einem die Jets auf Enceladus die Haare zu Berge stehen lassen.


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Einst als Mars Surveyor 2001 Lander einen Start im Jahr 2001 gebaut, wurde die Sonde wegen der Verluste von Mars Climate Orbiter und Mars Polar Lander in einem Reinraum gelagert, um dann modernisiert und 2007 zum Mars geschickt zu werden.
Nun scheint dieses Wiederauferstehen, welches bei der Namensgebung Pate gestanden hat, ein Ende zu haben: Am 28. Oktober begab sich der NASA Phoenix Mars Lander in den sogenannten Safe Mode, die konstant schlechter werdenden Wetterverhältnisse am Mars-Nordpol haben Probleme mit der Stromversorgung verursacht.
Mit Nachttemperaturen um -96 °C und Tagesspitzenwerten von -45 °C wird der Sondentechnik das Äußerste abverlangt, die ständig kürzer werdenden Tage des Herbstes auf der Nordhemisphäre des Mars liefern immer weniger Sonnenlicht, um die Sondenheizung zu betreiben. Teile der Sonde werden nun nicht mehr beheizt, um Strom zu sparen.
Nichtsdestotrotz:
It could be a matter of days, or weeks, before the daily power generated by Phoenix is less than needed to operate the spacecraft.
Zwischenzeitlich gibt auch die Fadensonde Auskunft über die rauher werdenden klimatischen Verhältnisse:
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| Die Phoenix Fadensonde bescheinigt einen Herbstwind von 7 bis 11 m/s (Bildquelle: NASA JPL). |
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Millionen von Satellitenbildern hat die Serie der Landsat-Satelliten 1 bis 7 seit 1972 aufgenommen und damit seit mehr als 35 Jahren die Erdoberfläche einzigartig dokumentiert.
Nun wollen die NASA und der US Geological Survey bis Februar 2009 alle diesbezüglichen Bilder frei im Internet verfügbar machen, was einer breiten Palette von Anwendungen von Nutzen sein dürfte.
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| Der Aral-See in Kasachstan am 29. Mai 1973, 19. August 1987 und am 29. Juli 2000. |
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| Waldflächen in Bolivien am 17. Juni 1975, 10. Juli 1992 und am 1. August 2000. |
Der Zeitplan der Veröffentlichung sieht wie folgt aus:
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Daten
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Veröffentlichung im Internet
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Juli 2008
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September 2008
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Dezember 2008
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Jänner 2009
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Jänner 2009
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Der Download der Daten kann über den USGS Global Visualization Viewer unter der Adresse http://glovis.usgs.gov oder den USGS Earth Explorer unter der Adresse http://earthexplorer.usgs.gov erfolgen.
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Swing- oder Fly-by-Manöver werden bei Raummissionen genutzt, um für Raumsonden in den Gravitationsfeldern von Planeten oder Monden Schwung zu holen.
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| Verschiedene Cassini-Fly-bys an der Erde, an der Venus und am Jupiter. |
Das Kabinett der ungeklärten astrophysikalischen Phänomene scheint sich um ein neues Exponat erweitert zu haben: In einer aktuellen Veröffentlichung in den Physical Review Letters (J. D. Anderson et al., Phys. Rev. Lett. 100, 091102 (2008)) wird gezeigt, dass solche Swing-by-Manöver an der Erde für die Sonden Galileo, NEAR, Cassini, Rosetta und MESSENGER Abweichungen in der erwarteten Geschwindigkeit ergaben (etwa + 13 mm/s für NEAR), deren Ursache bislang völlig im Dunkeln liegt.
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Seit Juli 2004, also gut 4 Jahren, ziert ein markanter Satz alle NASA-Newsletters über die überaus erfolgreiche Saturn-Sonde Cassini: “The Cassini spacecraft is in an excellent state of health and all subsystems are operating normally.” Eventuell hat man dies zum Anlass genommen, ein paar risikoreichere Manöver ins Auge zu fassen und einige der Saturn-Monde mit einem nahen Fly-By genauer unter die Lupe zu nehmen.
Der Mond Enceladus ist dabei besonders interessant, hat er doch ein eigenes Magnetfeld und eine dünne Wasserdampf-Atmosphäre. Am 11. August näherte sich Cassini dem Mond bis auf 50 km und hatte dabei alle seine Kameras im Einsatz. Die zugehörigen Bilder trudeln auf der NASA-Seite nur langsam ein, speziell die Nah-Aufnahmen fehlen noch zur Gänze. Die folgenden 2 Bilder zeigen Enceladus aus 161.000 km Entfernung (Auflösung: 962 m/Pixel) und 4.742 km Entfernung (Auflösung: 30 m/Pixel).
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| Enceladus aus 161.000 km Entfernung (Auflösung: 962 m/Pixel). |
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| Enceladus aus 4.742 km Entfernung (Auflösung: 30 m/Pixel). |
Der Künstler Karl Kofoed stellt sich eine Sonnenaufgang auf Enceladus mit Sonnenhalo und Wasserfontänen so vor:

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