Archiv für die Kategorie “Astronomie”

Florian hat wieder mal eine Linkperle ausgegraben, die es in sich hat: Greg Martins “Experience The Planets” zeigt passend zum Jahr der Astronomie 2009 ästhetische interplanetare Kunst auf höchstem Niveau.

Experience the Planets: Uranus

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Pünktlich zum Aktivitäts-Maximum der Perseiden gedenkt Google des Meteorstroms und spendiert ein eigenes Google-Logo. In den verlinkten Suchergebnissen wird auch an den Komet 109P/Swift-Tuttle erinnert, der erstmals als Mutterkörper der Perseiden von Giovanni Schiaparelli identifziert wurde.

Google-Logo mit Perseiden

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Was waren denn eigentlich die ersten menschlichen Worte auf dem Mond?

“This is a small step for a man, but a giant leap for mankind!”, werden viele vermuten, aber sie liegen falsch, ist der berühmte Satz Armstrongs doch erst mehr als 6 Stunden nach der Landung über seine Lippen gekommen. Ein weiterer, beinahe ebenso berühmter Ausspruch ist die Kundgabe der Landung: „Houston, Tranquillity Base here, the Eagle has landed.“, aber auch diese Worte sind erst etliche Sekunden nach der Landung zu hören gewesen. Was also hätten spitze Ohren in den ersten Sekunden nach der Landung in der Nähe der Landefähre Eagle vernommen,würde der Mond eine halbwegs dichte Atmosphäre besitzen?

Blick vom Lunar-Module-Fenster kurz nach der Landung
Der Blick vom Lunar-Module-Fenster kurz nach der Landung.

1 s nach der Landung (102:45:45 MET, also 102 h, 45 m und 30 s Mission Elapsed Time) Aldrin: “ACA out of Detent.”

Der Joystick der Mondlandefähre, das Attitude Control Assembly, oder kurz ACA, musste betätigt werden, um die noch immer wild feuernden Steuertriebwerke zu deaktivieren.

Erst nach einigen technischen Rückmeldungen und ewigen 13 s später kommt Armstrong mit den beinahe schon historischen Worten daher:

14 s nach der Landung (102:45:59 MET) Armstrong: “Houston, Tranquillity Base here, the Eagle has landed.”.

(nach Eugen Reichl, SuW 07/09)

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Maria von der Werbeagentur Meta-Physik schlug in einem ihrer Kommentare auf Astrodicticum Simplex ein Gütesiegel für astrologiefreie Inhalte oder Lebensgesinnung vor, das wir den Lesern nicht vorenthalten möchten:

Garantiert astrologiefrei

Auslöser war wohl der Florian in einem seiner Artikel über eine Diskussionsrunde im Rahmen der 40-Jahr-Jubiläums von Apollo 11 zum Thema “Himmel und Erde – Weltraumforschung: Nutzen für die Menschheit”, wo die einschlägige Astrologin Frau Gerda Rogers ihre Meinungen zum Besten geben darf.

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Seite aus Kopernikus' Manuskript von De Revolutionibus Orbium CoelestiumPavel Kroupa und Manuel Metz vom Argelander Institut für Astronomie der Universität Bonn, Gerhard Hensler und Christian Theis vom Institut für Astronomie der Universität Wien sowie Helmut Jerjen von der Research School of Astronomy and Astrophysics der Nationaluniversität Australiens in Canberra könnten das Gebäude der kosmologischen Standardtheorie zum Wackeln bringen: 2 neue Studien (Metz et al.: Did the Milky Way dwarf satellites enter the halo as a group? The Astrophysical Journal 2009, Metz et al.: Discs of Satellites: the new dwarf spheroidals. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society 2009) untersuchen die sogenannten Satellitengalaxien der Milchstraße, die gemäß Standardtheorie als Zwerggalaxien mit teilweise nur ein paar tausend Sternen zu Hunderten in der Umgebung der meisten großen Galaxien vorkommen sollten.



Die neuen Befunde zeigen dreierlei:

  • Die Verteilung der Sternagglomerate stimmt nicht mit der Vorhersage überein, anstatt einer gleichförmigen Anordnung um die Muttergalaxie liegen sie in einer Scheibe.
  • Die meisten Satelliten rotieren in derselben Richtung um die Milchstraße. Dieser Befund lässt sich nach den Autoren nur durch ein Enstehen bei einer Kollision junger Galaxien vor langer Zeit erklären.
  • Die Sterne in den Satelliten bewegen sich viel schneller, als es ihnen den Berechnungen nach vergönnt ist.

Hier nun sollte eigentlich die Standardausrede “Dunkle Materie” in Spiel kommen, die sich aber verbietet, wenn die Satelliten im obigen Crash-Szenario entstanden sind.

Also würde die aktuelle Studie als Stütze für die “modifizierte Newtonsche Dynamik” (MOND) durchgehen, die in Bereichen von Galaxien extrem schwacher Beschleunigung herrschen könnte.

Ob hier der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben wird, sollte die Zukunft zeigen.

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