Der nächste Freitag-Salon findet am 27. September 2013, um 21.00 Uhr im Hotel Elephant (in der Hausbar im ersten Stock) statt.

Das Thema lautet: „Landtagswahlen 2013 – zwischen Erwartungen und vorprogrammierten Enttäuschungen“.

Im Oktober gibt es wieder Landtagswahlen. So langsam laufen die Wahlkampagnen der politischen Parteien an. An Inhalten lassen sie allerdings zu wünschen übrig. Nebenschauplätze werden gepflegt und Allgemeinplätze sind an der Tagesordnung. Am meisten geht es darum, wer diese am besten an die Frau / den Mann bringt.

Es ist beim Freitagsalon nun schon fast Tradition, wenn Wahlen anstehen, einige Kandidaten einzuladen. Bei unserem Septembertreffen werden Philipp Achammer von der Volkspartei, Christoph Moar von den Grünen und Harthmut Staffler von der Südtiroler Freiheit anwesend sein. Vielleicht sind wir imstande, von den einzelnen Repräsentanten inhaltlich etwas mehr herauszuholen.

Wir haben am Freitag jedenfalls die Möglichkeit, unsere Fragen direkt an die Vertreter der drei Parteien zu richten: Wofür sie stehen und sich einsetzen? Was hält ihr politisches Engagement am Leben? Gibt es Wege aus der Krise? Welchen Spielraum hat überhaupt die Politik im Widerstreit der Interessen, die vor allem die Wirtschaft, aber auch die Massen artikulieren?

 

Comments Kein Kommentar »

Beim Begriff “Kirchenfenster” denken die meisten an die mit Glas ausgekleideten Öffnungen in Wänden sakraler Gebäude, welche mehr oder weniger aufwändig bemalt sind. Nicht zuletzt im “Heiligen Land Tirol”, in dem der Wein in Strömen fließt, ist das “Kirchenfenster” auf dem Weinglas aber mindestens genauso geläufig, das sich als subjektives Maß für die Qualität eines Weines verwenden lässt.

Kirchenfenster mit spitzen Bögen und stärkeren Tränen werden von alkoholreichen Weinen verursacht, rundere Fenster und schwächere Tränen schreibt man alkoholärmeren Weinen zu:

Kirchenfenstereffekte auf einem Weinglas

Der fachkundige Weinkenner schwenkt zunächst den Wein und benetzt die Innenfläche des Weinglases. Der Alkohol im Wasser des Weins bewirkt, dass die Oberflächenspannung des Weins herabgesetzt wird. Da nun aber der Alkohol leichter verdunstet als Wasser, sinkt im benetzten Bereich des Glases der Alkoholgehalt, womit die Oberflächenspannung ansteigt. Nun bilden sich in Flüssigkeiten Konvektionsströmungen weg von Bereichen niedriger Oberflächenspannung hin zu solchen mit hoher Oberflächenspannung aus. Dieser Marangoni-Effekt bringt nun laufend frische Flüssigkeit von unten nach oben. Schließlich sammelt sich in einem Ring an der Oberkante eine Rest-Schicht, die mit Zucker und anderen hochsiedenden Komponenten angereichert ist. Sobald diese Schicht schwer genug ist, bricht sie nach unten auf und bildet die klassischen Kirchenfenster aus.

Noch einfacher lässt sich der Effekt aber mit einer einfachen Schüssel Wasser, darüber geriebenem Pfeffer und einem Tropfen Spülmittel demonstrieren:

Der Marangoni-Effekt.

 

Auch hier passiert dasselbe: Das Spülmittel erniedrigt im Zentrum der Schale die Oberflächenspannung des Wassers, welches dann sofort nach außen treibt, wo die Oberflächenspannung größer ist.

Comments Kein Kommentar »

Nachdem die wichtigste und reinste aller Naturwissenschaften, die Physik, hier in letzter Zeit ordentlich zu kurz gekommen ist (na gut, Astronomie, Chemie und Mathematik sind auch ganz OK), sollen an dieser Stelle mehr oder weniger komplexe physikalische Phänomene an Hand kurzer Videos demonstriert werden, für welche sich dankenswerterweise die 8-jährige Amelie zur Verfügung gestellt hat.

Physik Physik Physik

Comments Kein Kommentar »

Knappe 6 Jahre hat es gedauert, bis Apple seinem mit den iPhone eingeführten iOS-Design ein gehöriges Update verpasst hat. iOS 7 soll moderner daher kommen, dem Zeitgeist entsprechen und dabei innovativ sein. Auf den ersten Blick erscheint es aber vielmehr als Verschnitt von Windows-8- und Android-Eelementen mit einem Hang zu Girlie Power.

Die Entwickler jedenfalls dürfen sich freuen: Wieder mal wird man gezwungen, seine Apps umzukleiden, Schnittstellen zu migrieren und neue zu implementieren:

iOS 7 ante portas!

Der Tenor ist altbekannt: Learn more, zu deutsch: wieder mal mehr lernen.

Comments 2 Kommentare »

Die letzten Tage und Wochen haben gezeigt, wie hilflos der Mensch Naturgewalten gegenüber ist. Überschwemmungen in ganz Europa haben Tausende obdachlos gemacht und ganze Landstriche in Feuchtgebiete verwandelt:

Juni 2013: Hochwasser in Straubing/Bayern

Aktuelle Klimamodelle erlauben immer detailliertere Einblicke in die nichtlinearen Zusammenhänge der verschiedensten Klimafaktoren. Es stellt sich nun die Frage, inwieweit sich daraus Vorhersagen für Extremniederschläge ableiten lassen.

Für Temperaturen gibt es großräumige Zusammenhänge mit zahlreichen Mwesspunkten, weshalb sich diese recht gut vorhersagen lassen. So zeigt eine Analyse dieser Daten bereits eine Verfünffachung der Hitzextreme.

Niederschläge verhalten sich hier deutlich inkonsistenter. Es wird wohl jeder die Erfahrung gemacht haben, dass Menge und Intensität selbst auf kleinen Ortsskalen beträchtlich variieren können. Damit sträuben sich Niederschlagsreihen hartnäckig, ohne passende regionale Modelle in verlässliche Vorhersagen verpackbar zu sein.

Jedenfalls lassen einfache physikalische Überlegungen vermuten, dass bei höheren Temperaturen auch die Niederschläge zunehmen werden. Die Clausius-Clapeyron-Gleichung sagt voraus, dass bei höheren Temperaturen der Wassergehalt der Luft ebenfalls größer ist. Wenn nun Luft mit höherem Sättigungsgrad an Wasserdampf an bodennahe Kaltluft kommt, regnet diese ab. Blöderweise nimmt aber die Verdunstungsrate mit steigender Temperatur langsamer zu als die Extremniederschläge, weshalb ein zunehmender Anteil der Jahresniederschläge in Form von Starkregen passiert. Die Trockenphasen dazwischen werden im Gegenzug länger.

Damit läuft es wieder mal auf denselben Schluss hinaus: Wenn wir die menschengemachte Temperaturerhöhung ins Haus lassen, zieht zugleich auch das Hochwasser ein.

Comments Kein Kommentar »