Veröffentlicht von Endymion in Natur & Umwelt, Tags: Arktis, CO2, Erdöl, Klima, Klimakatastrophe, Klimaskeptiker, Klimawandel, Permafrost, Rohöl, Rohölpreis, Tundra
Drei Besonderheiten seien aus der alltäglichen Liste von Meldungen der Klimatologen und Klimaskeptiker herausgepickt:
Die US-amerikanische staatliche Energie-Informationsbehörde EIA befürchtet in einem aktuellen Bericht einen weltweiten Anstieg der CO2-Emissionen von 29 Milliarden Tonnen im Jahre 2006 auf über 40 Milliarden Tonnen im Jahre 2030, wenn von gegenwärtig bestehenden Gesetzen und Regulierungen ausgegangen wird.
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| Die Prognose der weltweiten CO2-Emissionen bis 2030. |
Eine Gruppe um den Klimawissenschaftler Noah Diffenbaugh von der Purdue University in Indiana berechnete erstmals die Klimaänderungen in den USA in hoher Auflösung und sagt extreme Temperaturen für den nordamerikanischen Westen voraus.
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| Die Prognose extremer Hitzeperioden für die USA bis 2040. |
Die Permafrostböden der Erde speichern etwa doppelt so viel CO2 wie sich aktuell in der Atmosphäre befindet (Schuur, E. A. G. et al. Bioscience 58, 701– 714 (2008)) und fungieren so als gefährliche Zeitbombe. Laut einer aktuellen Arbeit von Edward Schuur und Kollegen von der University of Florida könnte das Tauen in den arktischen Regionen der Erde bis zum Ende des Jahrhunderts Milliarden Tonnen von CO2 freisetzen.
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| Die Verteilung der Permafrostböden auf der Norhalbkugel der Erde. |
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Von 1751 bis 2004 sind durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Zement-Produktion ca. 315 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in der irdischen Atmosphäre freigesetzt worden. Die Hälfte dieser Emissionen ist seit Mitte der 1970er-Jahre erfolgt. Die Emissionsrate für 2004 – 7,9 Milliarden Tonnen Kohlenstoff – stellt erwartungsgemäß ein Allzeithoch dar, allein seit 2003 ist eine Steigerungsrate von 5,4% zu verzeichnen (alle Daten: Carbon Dioxide Information Analysis Center, Oak Ridge Laboratory).
Robert H. Socolow und Stephen W. Pacala vom Oak Ridge National Laboratory zeigen in einer Veröffentlichung von 2004 15 Wege auf, um die jährlichen Kohlenstoff-Emssionen mit aktuellen Technologien um eine Milliarde Tonnen zu verringern und damit dem Damokles-Schwert der extrapolierten Emissionswerte von 16 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in 50 Jahren die Schneide zu nehmen.
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| Richard Westall: „Das Schwert des Damokles“ |
Jede der im Folgenden aufgelisteten Strategien würde innerhalb der nächsten 50 Jahre eine jährliche Reduktion der Kohlenstoff-Emissionen um 1 Milliarde Tonnen bewirken:
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Effizienz und Konservierung
- Verbesserung der Verbrauchswerte von 2 Milliarden Autos bis 2058 um 50%.
- Reduzierung der jährlichen Fahrleistung für Autos um 50%.
- Erhöhung der Wirkungsgrades von Heizungen, Kühlungen, Beleuchtung und Geräten um 25%.
- Erhöhung der Wirkungsgrades von Kohlekraftwerken von 40% auf 60%.
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Einfang und Speicherung von Kohlenstoff
- Einführung von Systemen zum Einfang und zur Speicherung von CO2 in der Erde bei 800 großen Kohlekraftwerken oder 1.600 Erdgas-Kraftwerken.
- Benutzung von CO2-Einfangsystemen bei kohle-basierten Fabriken zur Produktion von Wasserstoff als Treibstoff für 1 Milliarde Autos.
- Benutzung von CO2-Einfangsystemen bei kohle-basierten Fabriken zur Tages-Produktion von 30 Millionen Barrel synthetischem Treibstoff.
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Energiequellen mit niedrigem Kohlenstoffanteil
- Ersatz von 1.400 großen Kohlekraftwerken durch Ergaskraftwerke.
- Vollständiger Ersatz von Kohle durch Verdreifachung der aktuell installierten Basis von Atomkraftwerken.
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Erneuerbare Energiequellen
- Erhöhung der aktuellen Kapazität von Windkraftwerken um das 25-fache.
- Erhöhung der aktuellen Kapazität von Solarkraftwerken um das 700-fache.
- Erhöhung der aktuellen Kapazität von Solarkraftwerken um das 50-fache, um Wasserstoff für Autos mit Kraftstoffzellen zu erzeugen.
- Erhöhung der aktuellen Produktion von Ethanol-basierten Biokraftstoffen um das 50-fache. Dazu würde 1/6 des weltweiten Ackerlandes benötigt.
- Weltweites komplettes Stopp aller Wald-Rodungen.
- Ausdehnung schonender Bodenbearbeitung auf das weltweit verfügbare Ackerland. Normales Pflügen setzt durch beschleunigte Verwesung organischer Materialien Kohlenstoff frei.
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