Archiv für 2009

Da soll noch einer sagen, dass sich Prophezeiungen selten erfüllen und Wahrsager nur Quatsch reden. Die am 14. Dezember über Twitter verbreitete Prognose (jeder große Wahrsager hat seine Prognosen verschlüsselt!!) zur Klimakonferenz in Kopenhagen hat sich auf voller Linie bewahrheitet:

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, aber noch ist es geheim!

Was soll uns das lehren? Wenn die drohenden Folgen abstrakt, individuelle Interessen omnipräsent und Trollaktivitäten kontraproduktiv sind, gestalten sich Prognosetreffer als sehr leicht. Vielleicht muss Michael Kunkel seinen Bereich “Treffer” irgendwann ab der Mitte des Jahrhunderts erweitern und das IPCC als prominenten erfolgreichen Wahrsager in seine aktuell noch leere Liste aufnehmen?

Comments 4 Kommentare »

Nachdem Vertreter der Climategate-Gilde und Gegenspieler aus der Achse des Blöden ihre wechselseitigen Argumente zur Genüge dargelegt haben, Copenhagen seit Tagen läuft und jedes Land für sich selber die besten Bedingungen herauszuholen versucht, seien hier ein paar allgemeine Fragen in den Raum gestellt:

1. Wem würde eine IPCC-Verschwörung denn großartigen Nutzen bringen?
2. Ist es in Ordnung, die Folgen des real vorhandenen Klimawandels zu ignorieren, nur weil die Erderwärmung keine anthropogenen Ursachen hat?
3. Sollen wir weiter auf begrenzte fossile Brennstoffe setzen, nur weil gar keine Klimaerwärmung stattfindet?
4. Ist Umweltschutz nebensächlich, nur weil sich die Erde nicht selber schützen kann?
5. Was, wenn wir eine bessere Welt für nichts schaffen wollen?
6. Haben wir was davon, wenn die schlimmste aller Konsequenzen für zeitgerechtes Handeln einfach nur ein sauberer Planet ist?

A better world for nothing

Nichts tun ist wohl die letzte Option und käme einem Kraftwerksgau gleich, der ignoriert wird, nur weil er von einem Erdbeben und nicht durch menschliches Versagen verursacht wurde. Schon gegenwärtig sind Millionen von Menschen bedroht, aber wir kriegen ja selbst das Hungerproblem nicht in den Griff, trotz oder vielleicht auch wegen der immensen technischen Möglichkeiten.

Mit Stromerzeugung, Mobilität und Nahrungsproduktion sind, immer laut “Klimahysteriker”, die drei Hauptschuldigen des Klimawandels genannt und grenzenloses Wachstum steht Pate. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet aber nicht Stillstand, qualitatives Wachstum ohne Ausbeutung der Rohstoffe bringt allen was, den bezahlten oder unbezahlten Skeptikern, Klimatrollen, Verschwörungstheoretikern und Spurengasleugnern ebenso wie den Ökos, Katastrophismusforschern, CO2-Faschisten und IPCC-Freimaurern.

Comments 2 Kommentare »

Hoffentlich kommt bald Bewegung in das undurchdringliche Dickicht von schlechter Programmierung, proprietärer Erweiterungen und drückender Altlasten, welche eine ganzes Sammelsurium von Versionen des Microsoft Internet Explorer der Webgemeinde aufgezwungen hat.

Zumindest in Deutschland hat nun der Firefox 3 die Summe aller Internet Explorer in freier Wildbahn entthront und damit die Wichtigkeit von offenen Standards im Web x.0 mit x >= 2 bestätigt. Die Marktforschungsgesellschaft Fittkau & Maaß hat die aktuellen Daten der W3B-Umfrage veröffentlicht, welche eine klare Trendwende erkennen lassen:

Firefox setzt sich vor Internet Explorer

Kipppunkte müssen nicht immer nur schlecht sein: Vielleicht dehnt sich nun der Explorer-Todesmarsch endlich auch auf die Version 7 aus…

Comments 1 Kommentar »

In der Nacht zum 30. November 2009 sind am Large Hadron Collider des CERN in Genf erstmals Wasserstoffkerne auf über 1 TeV beschleunigt worden. Damit brachen die CERN-Wissenschaftler de bis dato geltenden Rekord von 0,98 TeV des Tevatron am Fermilab in Chicago.
10 Tage nach dem erfolgreichen Hochfahren der Beschleunigeranlage nach einer längeren Reparaturzeit ist damit eine Art Feuerprobe bestanden worden, ab Frühjahr 2010 sollen die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen bei bis zu 3,5 TeV durchgeführt werden.

3D-Ansicht des Large Hadron Colliders'

Comments 1 Kommentar »

Während die Welt darüber streitet, ob der Klimawandel allenfalls eine hitzige Debatte in den Köpfen der Klima-Gläubigen darstellt oder doch mehr Beachtung verdient, haben 26 namhafte Klimawissenschaftler im Vorfeld der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 ein Update zum Weltklima geliefert, welches als “The Copenhagen Diagnosis” auch einen griffigen Titel erhalten hat.

The Copenhagen Diagnosis

Laut Diagnose sind die die bedeutendsten Forschungsergebnisse die folgenden:

  • Plötzlicher Anstieg der Treibhausgas-Emissionen
  • Aktuelle globale Erwärmung hat anthropogene Ursachen
  • Rasches Schmelzen von Eisdecken, Gletschern und Eiskappen
  • Beschleunigtes Verschwinden des arktische Meereises
  • Beschleunigter Anstieg der Meeresspiegel
  • Korrektur nach oben der Prognosen zum Anstieg des Meeresspiegels
  • Zögerliches Handeln impliziert Schäden, die nicht mehr gutzumachen sind
  • Maximum der CO2-Emissionen muss bald kommen, um Temperaturanstieg auf erträgliche 2 °C bis 2100 zu begrenzen

Die kommenden Tage in Kopenhagen werden zeigen, ob sich die aktuell um so mehr bedrohte Art “Klimawissenschaftler” gegen Profit-orientierte Lobbies behaupten kann oder in nicht allzu ferner Zukunft eine Abwandlung der alten H.-G.-Wells-Grabinschrift die Runde macht:

We told you so, you damned fools!

Comments 3 Kommentare »