Internet Explorer

Kipppunkt: Firefox stößt den Internet Explorer vom Thron

von |2. Dezember 2009|

Hoffentlich kommt bald Bewegung in das undurchdringliche Dickicht von schlechter Programmierung, proprietärer Erweiterungen und drückender Altlasten, welche eine ganzes Sammelsurium von Versionen des Microsoft Internet Explorer der Webgemeinde aufgezwungen hat.

Zumindest in Deutschland hat nun der Firefox 3 die Summe aller Internet Explorer in freier Wildbahn entthront und damit die Wichtigkeit von offenen Standards im Web x.0 mit x >= 2 bestätigt. Die Marktforschungsgesellschaft Fittkau & Maaß hat die aktuellen Daten der W3B-Umfrage veröffentlicht, welche eine klare Trendwende erkennen lassen:

Kipppunkte müssen nicht immer nur schlecht sein: Vielleicht dehnt sich nun der Explorer-Todesmarsch endlich auch auf die Version 7 aus…

Der IE6 soll nicht sterben

von |11. August 2009|

Allen mehr oder weniger wohlgemeinten Aufrufen zum Trotz will Dean Hachamovitch, General Manager des Internet Explorers bei Microsoft, den betagten Browser-Methusalem nicht sterben lassen und stützt sich dabei auf eine passende Digg-Umfrage.

Demnach soll der Support für den Internet Explorer 6 erst mit dem Lebenszyklus von Windows XP zu Ende gehen. Komisch nur, dass der IE7 auch bis dahin zu leben hat…

IE6: Aufstand, Sterbehilfe und Todesmarsch

von |24. Februar 2009|

Wer es leid ist, für lebende Fossilien wie den Microsoft Internet Explorer 6 ständig Workarounds zu bemühen, Zeit zu verplempern und sich tagtäglich damit herumzuärgern, selbst für einfachste CSS-Layouts wieder auf Tabellen zurückgreifen zu müssen, dem dürfte die Initiative der norwegischen Website Finn.no gefallen: IE6-Benutzer werden mit einem unübersehbaren Hinweis begrüßt, dass der verwendete Browser veraltet ist und am besten durch eine aktuelle Version ersetzt werden sollte.

Zugleich werden andere Seitenbetreiber dazu aufgerufen, es Finn.no gleichzutun und ein passendes Codeschnipsel bereit gestellt. Zahlreiche Websites sind dem Aufruf gefolgt, die laufende Kampagne hat eine überaus bezeichnenden Einleitungssatz:

This is all about the campaign to rid the WWW of the Internet Explorer 6 that has devastated web developers and held back the evolution of everything that blocks the tubes for far too long. This can not go on any longer! This can not go on any longer! Off with its head! Off with its head!

Sogar Microsoft selber will aus der ganze Sache sauber rauskommen.

Jedenfalls sind die Skandinavier nicht die einzigen, die dem Dinosaurier nicht mehr das Geringste abgewinnen können.

Auf Flickr ist eine beeindruckende Liste von teilnehmenden Websites zu sehen, wann wird man darauf wohl die erste Südtiroler Internetpräsenz finden?

IE8, wo bist Du?

von |3. Dezember 2008|

Asa Dotzler hat eine interessante Zusammenfassung der Browserdaten der letzten 3 Jahre erstellt und grafisch aufbereitet:

Die Marktanteile des Internet Explorer bis November 2008.

Die Marktanteile des Mozilla Firefox bis November 2008.

2 markante Punkte fallen auf: Das Unterschreiten der 70%-Grenze für den Internet Explorer und das Nehmen der 20%-Hürde für den Firefox.

Die Verlust an Marktanteile des Produktes aus Redmond ist größer der Zuwachs der Mozilla Foundation, was wohl auf die anderen Browser zurückzuführen ist, die ebenfalls um Marktanteile ringen.

Wenn man es sich jetzt einfach macht und die ganze Misere auf die fehlende Standardkonformität der IE-Versionen bis 7 zurückführt, könnte man geneigt sein, auf das Erscheinen der Version 8 zu warten, um dem Trend umkehren zu lassen.

Aktuell jedenfalls möchte man zumindest als Web-Designer Alan Foreman und seinem Ausspruch „IE users must DIE“ (poisonedminds.com) Recht geben und endlich auf breiter Front auf die 8. Version umsteigen:

[HTML1]

Ein direkter Vergleich der absoluten Änderungsraten (also Verlust für IE und Gewinn für FF) zeigt eine gute Korrelation bis Ende 2006, danach korrelieren zwar die Trends, alternative Browser gewinnen aber zunehmend auch Marktanteile, sodass im November 2008 gut 4% der summierten Verluste des Internet Explorer nicht auf die Kappe des Firefox gehen.

Um die ungleiche Skalierung der y-Achse in den beiden obigen Bildern zu berücksichtigen, sind hier die absoluten Änderungsraten der Marktanteile von Internet Explorer und Firefox in einem Diagramm aufgetragen.