Archiv für die Kategorie “Physik”
Während man bislang nach den theoretisch nicht ganz unmöglichen und möglicherweise auch indirekt gemessenen magnetischen Monopolen in der Kosmischen Strahlung, in Teilchenbeschleunigern oder sogar im Mondgestein gesucht hat, sind Forscher nun am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) scheinbar in Spin-Eis fündig geworden.
Paul Dirac hat bereits 1930 postuliert, dass magnetische Monopole an den Enden von den nach ihm benannten Dirac-Strings existierten müssten.
Das Untersuchungsmaterial, Dysprosium-Titanat, kristallisiert in einem so genannten Pyrochlor-Gitter und kann mittels eines Neutronenstreuexperimentes untersucht werden. Bei 0,6 bis 2 Kelvin haben die Forscher über ein externes magnetisches Feld die Dipole des Testmaterials in einem Verbund aus gewundenen Röhren ausgerichtet, welche als Transportmedium für den magnetischen Fluss dienen. Über das externe Feld ließen sich diese Strings in Symmetrie und Orientierung beeinflussen, auch die String-Dichte konnte kontrolliert werden, sodass schließlich an den String-Enden magnetischen Monopole sichtbar wurden.

Mal schauen, ob praktische Anwendungen im Bereich der Energieforschung (Myon-katalysierte Fusion), der Materialforschung (Magmaterie), der Anwendung von magnetischen Schutzfeldern (Raumschiffe) oder der Waffentechnik lange auf sich warten lassen…
Zugehörige Veröffentlichungen:
T. Fennell et al.: Magnetic Coulomb Phase in the Spin Ice Ho2Ti2O7. Science (online 3.9.2009)
dx.doi.org/10.1126/science.1177582
D. J. P. Morris: Dirac Strings and Magnetic Monopoles in Spin Ice Dy2Ti2O7. Science (online 3.9.2009)
dx.doi.org/10.1126/science.1178868
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Aktuelle Untersuchungen am Karlsruher Institut für Transurane (ITU) legen nahe, dass das deutsche Atomprogramm im Zweiten Weltkrieg rund um die deutschen Physiker des “Uranvereins” doch nicht so weit gediegen war wie die Medien oft vermuten lassen. Forscher um den Chemiker Karl Mayer haben die drei existierenden Uranproben aus der damaligen Zeit (eine Uranplatte aus dem Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, einen Uranwürfel aus dem Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter und ein Bruchstück eines weiteren Uranwürfels aus dem Atomkellermuseum in Haigerloch) genauer unter die Lupe genommen und sind zum Schluss gekommen, dass der Versuchsreaktor wohl nie kritisch wurde, da keine nennenswerten Spuren von Zerfallsprodukten zu finden sind.
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| Uran-Würfel mit 2,5 cm Kantenlänge. |
Dies ist wohl auch auf den Mangel an schwerem Wasser und die ungünstige Zylinder-Anordnung zurückzuführen, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die deutsche Industrie mit der Uranproduktion nicht nachkam. Als Übergangslösung wurden die Platten aus Heisenbergs Reaktorkonzept in Würfel zersägt, um den vielversprechenderen Ansatz von Diebner zu testen, bei dem eine Anordnung von insgesamt 664 Uranwürfeln in ein Becken mit schwerem Wasser versenkt wurde. Wo die 659 von den Amerikanern in Haigerloch erbeuteten Würfel gelandet sind, blieb bislang im Dunkeln.
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| Innenansicht des Atomkellermuseums in Haigerloch (mit freundlicher Genehmigung von Egidius Fechter). |

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Veröffentlicht von Endymion in Natur & Umwelt, Physik, Tags: Club Of Rome, DESERTEC, Geothermiestrom, Solarkraftwerk, Solarstrom, Solarthermie, Windenergie, Windkraft, Windstrom
37 Jahre nach der vielbeachteten und kontrovers diskutierten Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft “Die Grenzen des Wachstums” (englischer Originaltitel: “The Limits to Growth”) holt der Club of Rome zu einem neuerlichen Rundumschlag aus und will im Kontinente umspannenden Großprojekt DESERTEC Perspektiven einer nachhaltigen Stromversorgung für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika mit Solar-, Geothermie- und Windstrom bis zum Jahr 2050 schaffen und fossile Brennstoffe zur Notfallreserve degradieren.

Folgendes Zitat von Dr. Gerhard Knies von der Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) und ebenfalls Club-Of-Rome-Mitglied, dient als Arbeitsgrundlage:
Die Wüsten der Erde empfangen in 6 Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht.
Ein Zusammenfassung der Arbeitshypothesen lässt sich wie folgt lesen:
- Erneuerbare Energie ist auf der Erde im Überfluss vorhanden.
- DESERTEC will die größte Quelle, Solarenergie aus den Wüsten der Erde, weltweit nutzbar machen.
- Mehr als 90% der Weltbevölkerung wohnen weniger als 3.000 km von den Wüsten entfernt und können sauberen Wüstenstrom erhalten.
- DESERTEC bietet eine integrierte Lösung für eine Reihe von globalen Kernproblemen der kommenden Jahrzehnte: Energiemangel, Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit und Klimawandel.
- Die Umsetzung kann sofort beginnen, da alle notwendigen Technologien vorhanden und erprobt sind.
Kernidee des DESERTEC-Konzeptes ist es, im Nahen Osten (engl. Middle East) und Nord-Afrika (abgekürzt MENA) mittels solarthermischer Kraftwerke und Windparks die Stromerzeugung zu forcieren und den sauberen Strom dann über HVDC-Leitungen (High Voltage Direct Current, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) in diese Gebiete zu bringen, ab 2020 soll dann Europa versorgt werden (abgekürzt EUMENA).
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| Infrastruktur-Schema für das DESERTEC-Konzept zur eine nachhaltige Stromversorgung in Europa, dem Nahen Osten und Nord-Afrika. |
Unbedingt bedenkenswert auch der Schlusssatz des Red Papers:
Rechtzeitiger Klimaschutz ist der ultimative Intelligenztest der Spezies Mensch.
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Robert J. Scherrer von der Vanderbilt University in Nashville/Tennessee erbrachte in einem auf arXiv.org veröffentlichten Paper den unglaublichen Nachweis, dass sich die fundamentale und wohl sympathischste aller Naturkonstanten Pi mit der Zeit zu ändern scheint. In einem eigenen Modell wird diese Veränderung durch das Lecken von Pi in eine höhere Dimension erklärt, wenn man unser beobachtbares Universum als 4-dimensionale Brane versteht, die in einen 5-dimensionalen “Bulk” eingeschlossen ist.
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| Geometrische Verzerrung durch das Lecken von Pi in eine höhere Dimension. |
Die sich ergebende geometrische Verzerrung kann sogar an den Rädern von fahrenden Transportmitteln wie z. B. Autos gesichtet werden. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Effekt zu einer beschleunigten Expansion des Universums führen kann.
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Die ganzen Proteste haben nun scheinbar doch genützt: Bundeskanzel Faymann besinnt sich wohl seiner Namensverwandschaft mit Richard Feynman, einem der großen Physiker des 20. Jahrhunderts, verweist auf die Reputation des Landes, die es weltweit zu wahren gilt und stellt sich gegen einen Austritt vom CERN.
Christian Fabjan, Direktor des Instituts für Hochenergiephysik und Professor für Teilchenphysik an der TU Wien, meint dazu:
Das ist ein großer Tag für die österreichische Wissenschaft, aber gleichzeitig auch eine Aufforderung an die österreichische Teilchenphysik, den Standort Cern noch effizienter zu nützen, effizienter nicht nur in Sachen Forschung, sondern auch Ausbildung, Technologietransfer und Rückfluss für die heimische Wirtschaft.
womit er wohl tausenden Leidensgenossen aus der Seele spricht.
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