Archiv für die Kategorie “Raumfahrt”

Mit einer Oberflächentemperatur von über 400 °C und dem 100-fachen Atmosphärendruck der Erde sind Masse und Radius die einzigen Parameter, welche für unseren Nachbarplanet das Prädikat Zwillingsplanet rechtfertigen würden, präsentiert sie sich doch mehr als lebensfeindlich.
Das ASPERA-4-Experiment (Analyzer of Space Plasmas and EneRgetic Atoms) an Bord der der seit 2006 im Venus-Orbit befindlichen ESA-Sonde Venus Express brachte neue Erkenntnisse über die Atmosphärenzusammensetzung. Håkan Svedhem und Kollegen liefern in einem Nature-Artikel (Focus: Venus Express, Nature 450, 629ff) Erklärungen, weshalb Wasser auf der Venus nur in Spuren vorkommt, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass es in der Vergangenheit in viel größeren Mengen vorkam und möglicherweise sogar Ozeane wie auf der Erde bildete. Es muss also einen Mechanismus geben, der für den Wasserverlust verantwortlich zeichnet.

Der das solare Magnetfeld mit sich tragende Sonnenwind induziert demnach ein elektrisches Feld, welches problemlos Ionen aus der Ionosphäre der Venus wegziehen kann.

Das Plasma-System der Venus
Das Plasma-System der Venus in zylindrischen Koordinaten

Aus dem gemessenen Ionenverhältnis zwischen Wasserstoff und Sauerstoff von 1:2 kann auf Wasser als Quelle der Ionen geschlossen werden. Ohne bindendes Wasser, das CO2 wie auf der Erde aus der Atmosphäre entfernen konnte, resultierte auf der Venus ein extremer Treibhauseffekt, der die aktuellen klimatischen Bedingungen verursacht hat.

Komposit-Bild der Venus aus UV- und IR-Bildern
Komposit-Bild der Venus aus UV-Bildern der Venus Monitoring Camera (VMC) und IR-Bildern des Visual and Infrared Thermal Mapping Spectrometer (VIRTIS).

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Mit der am 7. Februar 1958 unterzeichneten “Department of Defence”-Direktive 5105 wurde die Advanced Research Projects Agency, kurz ARPA, ins Leben gerufen. 1972 kam es zur Namensänderung DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency), um 1993 wieder den alten Namen zu erhalten. Seit 1996 wird die Behörde nun offiziell Defense Advanced Research Projects Agency genannt.

DARPA-Logo: 50-Jahr-Jubiläum

Nebenprodukte sind alltägliche Dinge wie Internet, BSD-Unix, TCP/IP, GPS, NASA oder die Tarnkappentechnik.

Eine Liste der aktuellen Projekte kann hier gefunden werden.

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Nachdem am 4. Oktober des letzten Jahres die ganze Welt das 50-Jahr-Jubiläum für den Beginn des Raumfahrtzeitalters mit dem russischen Sputnik 1 gefeiert und Google dafür sogar ein eigenes Logo spendiert hat, soll die entsprechende amerikanische Leistung hier nicht zu kurz kommen.

Explorer 1

Am 31. Jännner 1958 startete mit Explorer 1 der erste US-amerikanische künstliche Satellit in den Weltraum, nachdem das für den Bau und Start verantwortliche Jet Propulsion Laboratory durch die russische Sputnik-Vorgabe gezwungen war, in weniger als 3 Monaten nachzuziehen. Alle diesbezüglichen Details finden sich auf der entsprechenden NASA-Seite.

Für eine etwas amerikanische Sicht der damaligen Geschehnisse kann folgendes Buch empfohlen werden:

Ajax-Loader

Als deutscher Kenner der Szene hat Günter Siefarth seine historische Sicht der Dinge dargelegt:

Ajax-Loader

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Als eine der auflagenstärksten britischen Zeitungen leistete sich die Daily Mail Anfang dieser Woche eine interessante Meldung, die durchaus aufhorchen lässt und zu einer späteren Zeit des Jahres wohl als Sommerloch-Aktion durchgegangen wäre:

Der seit 4. Januar 2004 auf dem Mars befindliche Mars Exploration Rover hat zwischen dem 6. und 9. November 2007 (Sol 1.366 bis Sol 1.369) ein Panoramabild aufgenommen, das eigentlich die westliche Kante des Plateaus innerhalb des Gusev-Kraters zeigt, in dem sich der Rover zur Zeit befindet.

Westliche Kante des 'Home Plate'-Plateaus

Bei genauer Betrachtung kann man aber im gekennzeichneten Bereich ein Gebilde erkennen, welches Assoziationen mit einer humanoiden Lebensform weckt:

Detail-Ansicht des Gebildes

Nach Beseitigung der JPEG-Artefakte zeigt das vergrößerte Bild auch nichts entscheidend Neues:

Vergrößerte Detail-Ansicht des Gebilde

Wer die Auswertung des Bildes gerne an Hand des Rohbildes durchführen möchte, kann dies unter Benutzung des Original-Ausschnittes tun.

Uns fällt jedenfalls spontan eine Assoziation ein, die bei Hans Christian Andersen eine Entlehnung macht: Die kleine Meerjungfrau.

Detail-Ansicht des Gebildes mit Marsjungfrau

Fazit: Die Natur wird es nicht schaffen, auf einem seit Milliarden von Jahren lebensfeindlichen Planeten ein Homunculus-artiges Wesen auf einem Stein rumsitzen zu lassen, während in unmittelbarer Nähre ein Roboter rumkrebst, die Einbildungskraft des menschlichen Geistes wohl schon. Die zahlreiche Versuche aus der Vergangenheit, dem Mars höheres Leben einzuhauchen, belegen dies vortrefflich.

Vermeintliche Mars-Artefakte

Die zugehörige Nasa-Seite zeigt die Ansicht in einem jüngeren Foto besserer Qualität und entkräftet alle diesbezüglichen Missionierungsversuche.

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Wieder mal hat jemand erkannt, dass Web 2.0-Elemente durchaus dem allgemeinen Informationsgehalt einer Web-Präsenz dienlich sein können. Diesmal jedoch ist es einer riesigen Institution gelungen, vom Baum der Erkenntnis zu essen, der amerikanischen Weltraumbehörde NASA.
In Anlehnung an den 50. Jahrestag im nächsten Jahr trägt der Relauch die Versionsnummer 5.0 und bringt die ersten aus einer Fülle von Web-2.0-Features, welche die NASA einzubauen plant.
Für die Realisierung zeichnet Critical Mass verantwortlich, das neue User-Interface baut vollständig auf den Javascript-Frameworks Protoype und Script.aculo.us auf.

Einige der neuen Eigenschaften:

  • Transitions: Zahlreiche Animationen in Menüs und Bäumen
  • Accordion: News-Einträge mit Roll-Over-Effekt
  • Themen-basierte Navigation
  • Kalender-Komponente
  • Tag-Cloud
  • Bookmarking: MyNASA sowie Unterstützung für Digg, Del.icio.us and andere
  • Kommentiermöglichkweit und Umfragen
  • Bildgalerie

Web 2.0 bei der NASA

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