Archiv für die Kategorie “Astrononomie”

Der Catalina Sky Survey sollte eigentlich die Population der NEOs (Near Earth Objects) überwachen, um potentielle Kandidaten für einen Einschlag auf der Erde zu identifizieren. Nun hat das Projekt am 20. November 2007 mit 2007 WD5 einen erdnahen Asteroiden entdeckt, der das Zeug zum Einschlag auf unserem Nachbarplaneten Mars hat.

Entdeckung über Catalina Sky Survey
Entdeckung über Catalina Sky Survey

Am 21. Dezember errechnete die NASA eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 75 für den Einschlag, hat diese aber am 28. Dezember angehoben und mit 1 zu 25 beziffert. Demnach sollte der Asteroid am 30. Jänner 2008 gegen 10:55 UT innerhalb eines knapp 19.000 km breiten Fensters am Mars eintreffen und ggf. auf dem Planeten einschlagen.

Asteroiden-Pfad in Marsnähe
Asteroiden-Pfad in Marsnähe

Mit 50 m Durchmesser und einer Aufprallgeschwindigkeit von 13.5 km/s würde der Himmelskörper mit einer Sprengkraft von 3 Mt TNT einen Krater von 1 km Durchmesser erzeugen und eine signifikante Menge von Staub in die Atmosphäre blasen. Mit Mars Express und Mars Reconnaissance Orbiter im Orbit sowie den beiden Mars-Rovern Spirit und Opportunity auf der Oberfläche des Mars hofft man für den Impaktfall auf ertragreiche Beobachtungsmöglichkeiten.

Update vom 04.01.2008:
Neue Beobachtungen vom 29.12., 31.12. und 02.01. am Magdalena Ridge Observatory in New Mexico konnten die Asteroiden-Trajektorie optimieren und liefern aktuell eine geringfügig erniedrigte Einschlagwahrscheinlichkeit von 1 zu 28.

Update vom 10.01.2008:
Das wars wohl: Neueste Beobachtungsergebnisse vom 05.01. bis zum 08.01. vom Calar Alto Observatory, Multi Mirror Observatory und University of Hawai Telescope haben die Einschlagwahrscheinlichkeit gegen 0 gehen lassen!

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In einer E-Mail von heute teilt SETI@home mit, dass für die Aufrechterhaltung des Betriebes im nächsten Jahr 476.000 USD benötigt werden, welche vollständig aus Spenden finanziert werden müssen.

Wer das ambitionierte Projekt unterstützen will, kann dies hier tun.

SETI@home

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Dass das Universum in einem Urknall seinen Anfang nahm, ist schon seit Langem gängige Lehrmeinung unter Astrophysikern. Bis vor 10 Jahren vermutete man sogar, dass die Expansion des Universums zwar seit allem Urbeginn anhält, jedoch auf Grund der gravitativen Wechselwirkung der Galaxien allmählich abgebremst wird.

Supernova IaIm Jahr 1997 wurde die akademische Gemeinde eines Besseren belehrt, zeigten doch Beobachtungen an fernen Supernovae des Typs Ia ein gänzlich anderes Bild: Die Expansion des Raumes läuft viel mehr beschleunigt ab. Um dieses Verhalten zu erklären, postulierten die Forscher eine neue Materieform und gaben ihr den Namen “Quintessenz”, der bald darauf in “Dunkle Energie” umgetauft wurde und auf Grund der abstoßenden Wirkung in der Tat eine Eigenschaft ihr eigen nennt, welche den alten Isaac Newton wohl den letzten Nerv gekostet hätte.

Heidelberger Astronomen verfolgen mit der genauen Bestimmung der Entwicklung der Energiedichte im Laufe der Zeit einen neuen Ansatz zum Verständnis der Dunklen Energie, welchen sie in Form einer von ihnen entwickelten Software der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. “cmbeasy” erlaubt den direkten Vergleich von Beobachtungsdaten mit den Voraussagen der verschiedenen kosmologischen Modelle.

cmbeasy

Ob all der Eigenheiten und Ungereimtheiten darf eines aber wohl als sicher gelten:

Wenn das Rätsel der Dunklen Energie gelüftet ist, wird es uns wie Schuppen von den Augen fallen. Denn die wirklich fundamentalen Fortschritte waren in der Vergangenheit stets auch sehr elegant.

Michael Doran, SuW 11/2007, S. 51

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Gibt es eine Physik jenseits der Physik? Zwei Raumsonden zeigen seit 30 Jahren ein unverstandenes Phänomen, die Pioneer-Anonmalie.

Dokumentationen und Diagramme zur Pioneer-Anomalie

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Das europäische Gegenstück zur NASA, die ESA, bietet ähnliche Informationen wie das amerikanische Vorbild, wobei das Hauptaugenmerk natürlich auf hauseigene Missionen wie Hipparcos, Giotto oder Ulysses gelegt wird.

ESA

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