Monthly Archives: August 2010

Freitagsalon Brixen Juli 2010: Nachhaltiges Reisen

von |21. August 2010|

Bereits in der Eingangsrunde wurden von Seiten der Diskussionsteilnehmer die grundlegenden Fragen aufgeworfen, die ein nachhaltiges Reisen betreffen. Reisen ist immer mit einem gewissen Ressourcenaufwand verbunden. Sollte man deshalb auf das Reisen verzichten oder kann man sich Reiseangebote bzw. Urlaubsformen aussuchen, die einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck aufweisen? Gibt es solche? Was versteht man überhaupt unter nachhaltigem Reisen? Als wichtige Aspekte eines nachhaltigen Tourismus erscheinen auch dessen Sozialverträglichkeit und die Begegnung zwischen den Menschen und Kulturen.

Wolfgang Niederhofer, vom Reisebüro Vai e via stellt von vorneherein klar, dass es ein Patentrezept für nachhaltiges Reisen nicht gibt. Es ist eine Quadratur des Kreises. Sie versuchen mit ihren Reiseangeboten Akzente zu setzen, wie er es nennt. Es werden Reisevorschläge angeboten, die verstärkt auf ökologische Nachhaltigkeit sowie Sozialverträglichkeit Rücksicht nehmen.

Bezüglich Ressourcenverbrauch ist vor allem auf das Verkehrsmittel, womit ich mich fortbewege, zu achten. Den größten Teil des Ressourcenverbrauchs macht nämlich die An- und Rückreise aus. Ein wichtiges Kriterium dabei ist, auf das Fliegen wo und wann immer nur möglich zu verzichten. Das Flugkriterium des Forums Anders Reisen lautet folgendermaßen: Entfernungen unterhalb 700 km sollen nicht mit dem Flieger zurückgelegt werden. Im Falle von Flugreisen (bei Strecken über 700 km) sollte die Aufenthaltsdauer entsprechend länger sein, damit sich sozusagen der größere Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoß besser bezahlt machen (im ökologischen Sinne). Es können auch CO2-Zertifikate gekauft werden, womit eine ökologische Kompensation für den Umweltverbrauch, der durch die Reise verursacht wird, geleistet wird. Vai e via hat sich ein erheblich strengeres Flugkriterium zugelegt. Nicht nur unter 700 km, sondern sogar unter 1.500 km wird in der Regel nicht geflogen. Griechenland- und Schottlandreisen werden ohne Flieger angeboten.

Nun ist natürlich die […]

Das Klima in Südtirol: Grundlegendes und Wissenswertes

von |18. August 2010|

Wenn man sich über die Schönmalerei der Tourismusvereine und Marketing-Gesellschaften hinaus informieren will, ist die Wikipedia eine der ersten Anlaufstellen im Netz. Aber nicht immer ist die gefundene Information erschöpfend oder anregend für weitere Recherchen. Im Falle von Südtirol ist es in 1.635 Edits von 744 Editoren seit dem 28. Jänner 2003 (kann man etwa unter http://vs.aka-online.de/cgi-bin/wppagehiststat.pl selber nachprüfen) nicht gelungen, eine sinnvollen Abschnitt zum Thema Klima in Südtirol unterzubringen. Der aktuelle Artikel meint da ganz lapidar:

Südtirol liegt an der „Südseite der Alpen“ und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines vergleichsweise milden Klimas (in den Tallagen).

Wir haben uns nicht die Mühe gemacht, den Urheber derartigen geistigen Dünnschisses zu lokalisieren, er muss aber wohl aus der Werbebranche kommen.

Jedenfalls haben wir versucht, ein paar sinnvolle Informationen zur Thematik „Klima in Südtirol“ zu sammeln und zentral auf Südtirol-Wetter zu präsentieren. Der Artikel behandelt den Einfluss der nördlichen und südlichen Wetterstörungen genauso wie die Sonnenscheindauer, die Temperaturen im Jahresverlauf, die Vegetation, die Windverhältnisse und die Niederschläge:

Das Klima in Südtirol

Bald sollen auch die aktuellen Statistiken folgen, um den Wahrheitsgehalt von Marketing-Aussagen wie „300 Sonnentage im Jahr“ zu prüfen.