Archiv für Juni 2010

Auf den Tag genau vor 15 Jahren hat PHP als “Personal Home Page Tools” das Licht der Welt erblickt. Das heute geläufige rekursive Akronym “PHP: Hypertext Preprocessor” hat die ursprüngliche Bedeutung der Abkürzung zum Backronym verkümmern lassen. Rasmus Lerdorf hat Version 1.0 der ursprünglichen Tool-Sammlung geschaffen, die nach etlichen Versionsnummern nun vor der Veröffentlichung der Version 6 steht.

PHP: Hypertext Preprocessor

Hier das originale Posting der comp.infosystems.www.authoring.cgi-Usenet-Newsgruppe:

From: ras…@io.org (Rasmus Lerdorf)
Subject: Announce: Personal Home Page Tools (PHP Tools)
Date: 1995/06/08
Message-ID: <3r7pgp$aa1@ionews.io.org>#1/1
X-Deja-AN: 104053006
organization: none
newsgroups: comp.infosystems.www.authoring.cgi
Announcing the Personal Home Page Tools (PHP Tools) version 1.0.

These tools are a set of small tight cgi binaries written in C.
They perform a number of functions including:

. Logging accesses to your pages in your own private log files
. Real-time viewing of log information
. Providing a nice interface to this log information
. Displaying last access information right on your pages
. Full daily and total access counters
. Banning access to users based on their domain
. Password protecting pages based on users’ domains
. Tracking accesses ** based on users’ e-mail addresses **
. Tracking referring URL’s – HTTP_REFERER support
. Performing server-side includes without needing server support for it
. Ability to not log accesses from certain domains (ie. your own)
. Easily create and display forms
. Ability to use form information in following documents

Here is what you don’t need to use these tools:

. You do not need root access – install in your ~/public_html dir
. You do not need server-side includes enabled in your server
. You do not need access to Perl or Tcl or any other script interpreter
. You do not need access to the httpd log files

The only requirement for these tools to work is that you have
the ability to execute your own cgi programs. Ask your system
administrator if you are not sure what this means.

The tools also allow you to implement a guestbook or any other
form that needs to write information and display it to users
later in about 2 minutes.

The tools are in the public domain distributed under the GNU
Public License. Yes, that means they are free!

For a complete demonstration of these tools, point your browser
at: http://www.io.org/~rasmus


Rasmus Lerdorf
ras…@io.org

http://www.io.org/~rasmus

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Mal was wirtschaftswissenschaftliches:

Heidi besitzt eine kleine gemütliche Bar in der Münchner Innenstadt.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (1)

Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich Alkoholiker ohne Einkommen) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (2)

Das spricht sich in München schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Heidis Bar.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (3)

Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Heidi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke, und erhöht damit massiv ihren Umsatz.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (4)

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Heidis Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (5)

Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND.
Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert.
Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Heidis Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (6)

Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (7)

Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk-Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen – Begründung: er wahr zu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis von Heidis Bar langsam einfordern sollte.
Überraschenderweise können diese ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, nicht bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (8)

Heidi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (9)

SUFFBOND und ALKBOND verlieren 95%, KOTZBOND hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80%.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (10)

Die Lieferanten hatten Heidis Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: Der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (11)

Die Bank wird durch Steuergelder gerettet.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (12)

Die hierfür notwendigen Summen werden in einer Umlage vom arbeitenden Volk eingezogen. Der Bankvorstand verzichtet großzügig auf den Bonus für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Die Wirtschaftskrise leicht verständlich (13)

So in etwa hat sich die Wirtschaftskrise entwickelt. Wir hoffen, dass jetzt jeder verstanden hat warum wir uns in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage befinden!

Alle Bilder (und Texte?) (C) Manuel Rumpf.

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