Archiv für April 2010

Gleich zwei Frauen führten uns in die Thematik „häusliche Gewalt und Frauenhäuser“ ein: Barbara Wielander, die Leiterin des Frauenhauses Brixen, sowie Anna Maria Spellbring, Beraterin in der Kontaktstelle des Frauenhausdienstes. An der Diskussionsrunde nahmen noch zwei weitere Mitarbeiterinnen des Frauenhauses teil: Christina Hofer und Renate Seeber.

Die ersten Fraueninitiativen, die sich mit dem Problem häusliche Gewalt auseinander setzten, waren rein privater Natur und gingen nicht von öffentlichen Stellen aus. Es waren engagierte Frauen, die mit viel Zivilcourage sich für dieses Anliegen einsetzten.

Später schritt auch der Gesetzgeber ein. So wurden die Frauendienste geschaffen, die eine Anlaufstelle für Frauen in verschiedenen Problemsituationen darstellen und entsprechende Beratungen anbieten. Auch das Angebot an Frauenhäusern wurde dadurch ausgebaut und institutionalisiert. Die ersten Frauenhäuser gingen auf Privatinitiativen zurück; das allererste entstand in England, weitere folgten in Deutschland und sie waren immer sofort voll belegt.

Heute sieht der Gesetzgeber auf 10.000 Frauen die Errichtung jeweils eines Frauenhausplatzes vor. In Südtirol ist dieses Ziel bereits erreicht und die Frauenhäuser werden zu 100 % von der öffentlichen Hand finanziert. Ein bestimmtes Einzugsgebiet für ein Frauenhaus gibt es nicht. Grundsätzlich ist es besser, wenn Frauen nicht dort, wo sie leben, ein Frauenhaus aufsuchen, sondern an ganz einem anderen Ort, um so besser geschützt zu sein vor dem gewaltausübenden Mann.

Von Seiten der UNO ist häusliche Gewalt als Menschenrechtsverletzung anerkannt.

Dennoch muss festgestellt werden, dass die häusliche Gewalt nicht abnimmt. Im Schnitt erfährt jede dritte Frau mindestens einmal Gewalt in ihrem Leben. Betroffen sind alle Altersklassen. Vor allem in Konfliktsituationen oder bei schwierigen Bedingungen und Lebensumständen kann es zu gewalttätigen Handlungen kommen. Ist der Mann Unsicherheiten ausgesetzt, dann schlägt er zu. Oder ist er sprachlich nicht so gewandt wie sein Gegenüber, dann greift er ebenfalls nicht ungern zur Gewalt. Das Ablegen derartiger Verhaltensmuster ist äußerst schwierig. Auch in unserer Wohlstandsgesellschaft gibt es nur genug häusliche Gewalt und zwar in allen Schichten.

Teilweise sind die Gründe kulturell-historischer Natur. Denken wir an die so genannte körperliche Ertüchtigung, die als erzieherische Maßnahme bei uns noch bis in die jüngste Vergangenheit weit verbreitet und allgemein akzeptiert war. Auch religiöse Traditionen werden oft ausgeschlachtet, um Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen. Das Tragen einer Burka z.B. stellt eindeutig eine Demütigung der Frau dar. Auch in den christlichen Kulturkreisen gibt es zahlreiche religiöse Traditionen, die eindeutig frauendiskriminierend sind.

Das Erleben von Gewalt im Elternhaus bedingt ebenfalls oft, dass Menschen, als Erwachsene gegenüber ihren Partner oder ihren Kindern gewalttätig sind.

Oft geben Frauen nicht gerne zu, Gewalthandlungen ausgesetzt zu sein. Es ist nicht immer leicht für Frauen, aus dem Gewaltkreislauf auszubrechen. Zumeist ist Liebe im Spiel, die die Frau davon abhält, gegenüber dem Mann auf Distanz zu gehen. In den Frauenhäusern hat man die Erfahrung gemacht, dass Frauen teilweise zu ihren Männern zurückkehren, auch wenn diese immer wieder rückfällig werden (bis zu elfmal kann dies passieren).

Es werden verschiedene Formen der Gewalt unterscheiden. Neben der physischen (sicherlich die offensichtlichste Form von Gewalt) gibt es auch psychische, ökonomische und sexuelle Gewalt. Vor allem psychische Gewaltausübung (subtile Beschimpfungen, Drohungen, Beleidigungen, Schlechtreden, Eifersuchtsszenen usw.) kann große Schäden verursachen und dagegen ist es besonders schwer sich zur Wehr zu setzen.

Es braucht also mehr als Frauenhäuser, um dem Problem häusliche Gewalt beizukommen. Sie muss noch stärker verpönt werden in unserer Gesellschaft und dazu braucht es vor allem auch viel Zivilcourage. Es geht um einen Lernprozess. Bildung und Information sind von grundlegender Bedeutung.

Eine weitere Frage, die fast zwangsläufig im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt auftaucht, ist: was wird für Männer getan, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind? Solche Fälle soll es ja auch geben, möglicherweise sind sie sogar häufiger als allgemein angenommen wird. Gewalt gegen Männer ist allerdings kein großes Thema in unserer Gesellschaft. Männer, die Gewaltsituationen ausgesetzt sind, machen dies kaum einmal zum Thema, weshalb in diesem Zusammenhang von einer gewissen Dunkelziffer ausgegangen werden muss.

Nun, es gab in Bozen schon einmal ein so genanntes Männerhaus, aber es war fast immer leer, weshalb es wieder geschlossen werden musste. Ganz generell hat der Mann scheinbar erhebliche Schwierigkeiten, bekannt werden zu lassen, dass er einer Gewaltsituation ausgesetzt ist. Dies hat sicher einmal damit zu tun, dass in unserer Gesellschaft nach wie vor patriarchale Vorstellungen weit verbreitet sind und dass die Solidarität unter den Männern diesbezüglich weniger stark ausgeprägt ist; im Gegenteil der Mann muss befürchten, dass er sich möglicherweise dem Gespött anderer Männer aussetzt.

Gemäß der offiziellen Gewaltstatistik sind allerdings 90 – 95 % der Opfer von Gewalthandlungen Frauen und Kinder. Zu Gewaltsituationen gegenüber Männern kommt es vor allem zwischen Väter und Söhnen sowie gegenüber Homosexuellen. Bei Kindern kann oft auch bereits das Miterleben von Gewalt schwerwiegende Folgen für deren psychische und physische Gesundheit nach sich ziehen.

Auch wenn Gewalt gegen Männer kaum ein gesellschaftliches Thema ist, so muss diese genauso verurteilt werden. Ganz generell tragen Menschen aus Gewaltsituationen schwere physische und psychische Schäden davon mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Volksgesundheit und in weiterer Folge auf die Volkswirtschaft sowie ganz allgemein auf das Funktionieren der Gesellschaft.

Ein Mittel gegen Gewalt ist Zivilcourage, das Einschreiten beim Erleben eindeutiger Gewaltsituationen, auch wenn diese psychischer Natur sind, wie z.B. das Beschimpfen von Kindern durch einen Turnlehrer. Es gilt, grundsätzlich Situationen, bei denen Gewalt im Spiel ist, aufzuzeigen und anzuprangern.

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Im Britischen Ost-Afrika arbeitete man Ende des 19. Jahrhunderts unter widrigsten Umständen an der ersten Eisenbahnlinie Afrikas. Der Film “Bwana Devil” sollte die schwierigsten Bedingungen dieses Unterfangens ins Kino bringen, in Farbe und in 3D.

Für die 3D-Projektion kam das frisch entwickelte „Natural Vision“-System zum Einsatz, welches auf 2 separaten Bildstreifen und mit 2 gekoppelten und synchronisierten Projektoren ein Stereo-Bild zur Anzeige bringt. Billige Polarisationsbrillen sorgen für den 3D-Effekt, der aber über die abstruse Handlung nicht hinwegtäuschen konnte. Nach dem ersten Hype verschwand 3D spurlos aus den Kinos, auch wenn es beständige Versuche gab, die 3D-Projektion zu etablieren.

Erst mit den aktuellen Produktionen des letzten Jahres ließ sich ein markttechnischer Durchbruch erkennen, der ausgehend von “Final Destination 4″ in “Avatar – Aufbruch nach Pandora” gipfelt und alle bisherigen Einspielrekorde brach.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

3D-Bilder benötigen neben der Amplitude auch eine Phaseninformation, weshalb von jeder Filmszene 2 parallele Bildsequenzen aufgenommen werden müssen. Für die herkömmliche 3D-Technik (Imax-3D) kamen 2 Projektoren simultan zum Einsatz, die genau synchron 2 Kopien des jeweiligen Films mit unterschiedlicher linearer Polarisation abspielen. Damit bei der diffusen Reflexion an nichtmetallischen Oberflächen die Polarisation nicht gestört wird, muss ein metallische Leinwand zum Einsatz kommen (ideal eignet sich Silber). Metalle haben nämlich die Eigenschaft, die Polarisationsebene von Licht, das parallel oder senkrecht zur Einfallsebene linear polarisiert ist, nicht zu ändern. Neben der problematischen Synchronisation der beiden Spuren kommt es bei Kopfbewegungen auch zu störenden Geisterbildern, Filmrisse sind sehr problematisch, da immer beide Kopien exakt gleich geschnitten werden müssen.

Die digitale Technik ermöglicht seit einiger Zeit einige technische Alternativen. Das digitale Videosignal liefert 24 Bilder pro Sekunde. Da jedes Auge nur jedes 2. Bild sieht, kommt jedes Einzelbild 3 mal hintereinander zu Anzeige, um eine augenfreundliche und flimmerfreie Bildwiederholrate von 72 Hz zu erzielen. Die 3 digitalen 3D-Techniken nutzen alle nur einen einzigen Projektor.

Beim RealD-Verfahren erzeugt ein LCD-Display vor dem Projektor aus 144 Einzelbildern pro Sekunde abwechselnd ein Bild für das linke und rechte Auge, die beide gegenläufig zirkular polarisiert sind. In den Brillen der Zuschauer sorgt ein λ/4-Plättchen dafür, dass aus dem zirkular polarisierten Licht linear polarisiertes wird, ein zusätzliches Polfilter bewirkt, dass das Auge nur die zugehörige Bildinformation zu sehen kriegt. Wegen dem zirkular polarisierten Licht sind Kopfbewegungen unkritisch, damit die Polarisationsrichtung erhalten bleibt, wird eine Silberleinwand benötigt.

Bei XPanD kann man auf die teure Silberleinwand verzichten, der Kinosaal bleibt auch für normale 2D-Filme nutzbar. Diese Verfahren projiziert die 144 Bilder einfach abwechselnd für das linke und das rechte Auge, eigene Shutter-Brillen mit LCD-Display, die über eine Infrarot-Verbindung mit dem Projektor synchronisiert werden. Mit der damit notwendigen Batterie für die Stromversorgung und der aufwändigeren Technik passen sie nicht so recht in unsere Wegwerfgesellschaft.

Dolby 3D wiederum greift tiefer in die Trickkiste und fußt auf der Tatsache, dass das menschliche Auge auch spektral schmalbandige Bilder noch als farbtreu wahrnimmt, wenn nur das Mischungsverhältnis der 3 Grundfarben stimmt. Für beide Augen werden über spezielle Triple-Bandfilter mit 20 nm Breite geringfügig unterschiedliche Wellenlängen der originalen Bildinformation gefiltert und auf die Leinwand projiziert. Das Gehirn des Zuschauers ordnet nun über abgestimmte Bandfilter in der 3D-Brille die Einzelbilder wieder dem richtigen Auge zu. Steile Kanten in den Interferenzfiltern eliminieren Geisterbilder, auf eine Silberleinwand kann verzichtet werden. Farbverschiebungen für weit abseits der Leinwand-Mitte sitzende Zuschauer werden durch gewölbte Filter vermieden.

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Geht es nach Stephen Hawking, sollten wir es tunlichst vermeiden, mit außerirdischen Rassen Kontakt aufzunehmen. Die Annahme der Existenz von intelligenten Aliens fuße auf “perfekter Rationalität”, er denkt dabei aber eher an die ungemütliche Sorte von Außerirdischen à la “Independence Day”, die als echte Fieslinge mordend und brandschatzend durch die Galaxis ziehen und eine Spur der Verwüstung hinter sich herziehen.

Alien aus Independence Day

If aliens visit us, the outcome would be much as when Columbus landed in America, which didn’t turn out well for the Native Americans.

Daher rät Hawking auch zum Stillschweigen und zur Vermeidung jedweden Kontaktes. Dass er nicht der einzige ist, dessen Gedanken in diese Richtung gehen, zeigt die “San-Marino-Skala”, welche die potentiellen Folgen einer aktiven Kontaktaufnahme mit außerirdischen Rassen (METI, Messaging to Extra-Terrestrial Intelligence) beschreiben soll. Ein eigener San-Marino-Rechner gibt ein Gefühl für die mitwirkenden Parameter.

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Ab und zu kommt man in die Verlegenheit, eine verstellte Satellitenantenne besser auszurichten oder beim Bekannten eine neue zu installieren, ohne mit dem technischen Rüstzeug eines professionellen Technikers aufzufahren. Dabei kann die Peilung über Google Earth ab Version 5.0 hilfreich sein.

Nehmen wir mal an, dass die Verantwortlichen des “Osservatore Romano”die Astra-Satelliten auf 19,2 ° Ost anpeilen wollen, um alle aktuellen Nachrichten unter Kontrolle zu haben. Dann würde es reichen, vom Ort der Installation ausgehend (in diesem Fall das Gebäude der Einrichtung) mit dem Lineal-Werkzeug eine Linie zu ziehen, welche in die gewünschte Richtung zeigt. In unserem Fall würde das Azimut von 170 ° östlicher Länge in Richtung südöstliche Kolonnade des ellipsenförmigen Petersplatzes zeigen:

Peilung mit Google Earth 5.0

Den zugehörigen Elevationswert von 41,2 ° kann man an der meist vorhandenen Skala der Schüsselhalterung ablesen (nach einem Praxis-Tip aus der c’t).

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Pünktlich zur 20-Jahrfeier des Hubble Space Telescope veröffentlichte die NASA ein spektakuläres Bild des Carina-Nebels NGC 3372, das in seiner Detailreiche wohl beispiellos ist und eine ähnliche Abbildung des Adlernebels M16 (Pillars of Creation) aus dem Jahre 1995 deutlich übertrifft.

Der Carina-Nebel im Hubble Space Telescope

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